Interview
«Es ist schön, dass eine Tradition weitergeht»: Gemeindepräsident Urs Forster freut sich über die Firmenrettung durch Smartwindows in Müllheim

Nach dem Konkurs von Swisswindows im Februar 2020 kehrt das Unternehmen mit Sitz unter anderem in Müllheim als Smartwindows zurück. Urs Forster, Gemeindepräsident von Müllheim, ist auch schon in Kontakt mit den neuen Geschäftsführern gestanden. Und er freut sich, dass die Tradition von Fensterbauern in Müllheim, die 1965 mit der Familie Herzog begann, fortgeführt wird.

Samuel Koch
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Einblick in die Produktionshalle von Smartwindows in Müllheim.

Einblick in die Produktionshalle von Smartwindows in Müllheim.

Bild: PD

Herr Forster, nach der Hiobsbotschaft vor einem Jahr folgt nun die Firmenrettung durch die Smartwindows AG. Das muss Balsam sein für die Seele aller Müllheimerinnen und Müllheimer.

Urs Forster: So ist es. Diese Nachricht ist super für uns, womit in Müllheim die geschichtsträchtige Fensterproduktion eine Zukunft hat. Umso schöner ist es noch, dass nebst der Produktion neuerdings auch der Firmenhauptsitz in Müllheim ist.

Wie haben Sie davon erfahren?

Urs Forster, Gemeindepräsident Müllheim.

Urs Forster, Gemeindepräsident Müllheim.

Bild: PD

Die beiden Geschäftsführer von Smartwindows, Patrick Briano und Adrian Schlumpf, haben sich vor einiger Zeit bei der Gemeinde gemeldet, das Gespräch gesucht und über ihre Absichten informiert. Die Pläne der beiden sind umso beachtlicher, als dass sie vor rund einem Jahr vom Swisswindows-Konkurs ebenfalls betroffen waren.

Kann Müllheim mit seinen rund 1200 Arbeitsplätzen als regionales Zentrum zwischen den Städten Frauenfeld und Weinfelden also von der jetzigen Firmenrettung mit den geplanten 60 neuen Stellen in Müllheim und Mörschwil profitieren?

Absolut, auch wenn die Anzahl entstehender Arbeitsplätze in Müllheim noch nicht genau bekannt ist. Für die leer stehenden Hallen im westlichen Ortsteil haben sich immer wieder Interessenten gemeldet. Bis zur Info von Briano und Schlumpf wurde aber nichts wirklich konkret. Umso schöner, dass es jetzt geklappt hat. Es ist schön, dass die Tradition mit Fensterbauern in Müllheim weitergeht.

Wie kann die Gemeinde Smartwindows oder auch andere Unternehmen unterstützen?

Höchstens mit guten Rahmenbedingungen. Ich glaube aber, dass es gerade mit Smartwindows und der innovativen Entwicklung der beiden Geschäftsführer zu einer guten Sache kommt und die Firma auf dem Markt eine gute Chance hat, sich zu bewähren.