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Inserat der Thurgauer Kleinparteien für kantonale Ämter hatte Erfolg

Mehrere wichtige Ämter bei kantonseigenen Anstalten werden demnächst vakant. Thurgauer Kleinparteien haben mit einem Stelleninserat nach Kandidaten gesucht. Tatsächlich konnte deshalb die Bewerbung eines Parteilosen eingereicht werden.
Larissa Flammer
Peter Dransfeld, Fraktionspräsident der Grünen Thurgau, im Grossen Rat. (Bild: Andrea Stalder)

Peter Dransfeld, Fraktionspräsident der Grünen Thurgau, im Grossen Rat. (Bild: Andrea Stalder)

Kandidaten für öffentliche Ämter sollen nicht nur in den Reihen der Regierungsparteien gesucht werden. Mit diesem Ziel haben die Thurgauer Kleinparteien vergangenen Monat ein Stelleninserat veröffentlicht.

Die Aktion ist von Erfolg gekrönt. Mit diesem Inserat wurde nicht nur darauf aufmerksam gemacht, dass solche Ämter meist von Vertretern der grossen Parteien besetzt werden, es haben sich auch mehrere Interessierte gemeldet.

Peter Dransfeld, Fraktionspräsident der Grünen Thurgau, sagt, seine Partei habe sogar einen Kandidaten für den Verwaltungsrat der Gebäudeversicherung portiert. «Eine kompetente und rundherum anerkannte Persönlichkeit.» Der Name soll noch nicht öffentlich gemacht werden, er liegt unserer Zeitung aber vor.

Nächste Woche werden an der Fraktionspräsidentenkonferenz alle Bewerbungen für die freiwerdenden Ämter thematisiert. Dransfeld sagt: «Ich werde mich dafür stark machen, dass unsere Kandidatur in den Grossen Rat kommt.» Dem Parlament obliegt die Wahl – ausser für das Amt des Staatsschreibers.

SVP-Fraktionspräsident kritisiert das Vorgehen

Die von den Grünen portierte Person ist parteilos und will es auch bleiben, sagt Dransfeld. «Es ist eine gute Wahl für den Kanton, nicht für unsere Partei.» Dass die Grünen den Kandidaten portierten, liege daran, dass man sich unsicher gewesen sei, ob eine freie Kandidatur von Rechts wegen gültig wäre.

Nachdem die «Thurgauer Zeitung» über das Inserat und das unkonventionelle Vorgehen der Kleinparteien berichtet hatte, kritisierte SVP-Fraktionspräsident Stephan Tobler das Vorgehen in einem Leserbrief: «Uns geht es um die Werte und Haltung, welche Kandidierende in den Gremien einbringen müssen.» Es sollen Leute aus dem Thurgauer Volk sein.

Dransfeld hat selber von dem nun kritisierten System profitiert, als er für die SP in den Verwaltungsrat der EKT gewählt wurde. Dazu stehe er. Aber er sagt: «Ich habe gerade in dieser Funktion Aspekte der Parteibindung von Verwaltungsräten kennen gelernt, die mich am System etwas zweifeln lassen.»

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