Informationsanlass für «Kaff auf Dauer» in Frauenfeld endet ohne kritische Stimme

Die Mitglieder der Kulturarbeit für Frauenfeld (Kaff) haben auf dem Unteren Mätteli ihr Projekt «Kaff auf Dauer» vorgestellt. Für die Finanzierung des Projekts haben die Verantwortlichen einen klaren Plan.

Andreas Taverner
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Interessierte parlieren oder studieren die Pläne des Kulturprojekts «Kaff auf Dauer».

Interessierte parlieren oder studieren die Pläne des Kulturprojekts «Kaff auf Dauer».

Bild: Andreas Taverner

«Wären wir nicht optimistisch, würden wir das Projekt nicht bestreiten», sagt Joel Introvigne. Das ehemalige Vorstandsmitglied der Kulturarbeit für Frauenfeld (Kaff) hat sich am Samstag bei der öffentlichen Präsentation der Pläne des Projekts «Kaff auf Dauer» auf dem Unteren Mätteli angenehm überrascht gezeigt, dass das Kaff-Anliegen innert einer Woche beim Stadtrat zu einem positiven Entscheid führte.

Visualisierung des geplanten Neubaus auf dem Unteren Mätteli.

Visualisierung des geplanten Neubaus auf dem Unteren Mätteli.

Bild: PD

Das Kaff erhält von der Stadt einen einmaligen Beitrag von 300'000 Franken und einen Baurechtsvertrag für vorerst fünf Jahre. Kaff-Kassier Nils Kreienbühl hofft, dass durch das Crowdfunding rund 100'000 Franken zusammenkommen. Mit diversen Eigenleistungen will er weitere Mittel für das Projekt beisteuern. Er sagt:

«Wir stehen mit rund 60 interessierten in Kontakt, mit dabei sind Schreiner oder Elektriker.»

So sollten die Mittel etwa in einem Jahr zusammenkommen, um das Projekt in Etappen umsetzen zu können. Die neue Lokalität müsste im September 2021 fertig erstellt sein, so steht es jedenfalls in der Broschüre des Projektbeschriebs.

Weiteres Geld erhoffen sich die Verantwortlichen von privaten Stiftungen und Sponsoren. Auf einer Infotafel war zu entnehmen, dass der Hauptbau als demontierbarer Elementbau in massiver Holzbauweise erstellt wird. Angesicht der Tatsache, dass sich beim Info-Apéro keine kritische Stimme äusserte, findet Besucherin Tina Brunke, dass diese sich entweder nicht informieren wollen oder es ihnen schlicht zu heiss ist.