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Das Ortsmuseum Wängi startet am Samstag in die neue Saison

Das Ortsmuseum eröffnet am Samstag seine diesjährige Sonderausstellung. Sie ist auch für Besucher von ausserhalb der Gemeinde interessant.
Olaf Kühne
Kurator Hansruedi Aeberhard und Stiftungsratspräsident Hermann Stamm freuen sich über ihre neue Sonderausstellung. (Bild: Olaf Kühne)

Kurator Hansruedi Aeberhard und Stiftungsratspräsident Hermann Stamm freuen sich über ihre neue Sonderausstellung. (Bild: Olaf Kühne)

1902 dauerte die Fahrt mit der Frauenfeld-Wil-Bahn eine Stunde und 14 Minuten. 1925 waren die Käser die besten Steuerzahler in Wängi. Und noch in den 1960er-Jahren machten die Textilindustriellen mobil gegen eine eigene Autobahnausfahrt für Wängi: Die Patrons befürchteten den Zuzug weiterer Industrien und ein dadurch steigendes Lohnniveau der Arbeiter.

Die neue Sonderausstellung des Ortsmuseums Wängi hält Interessantes bereit, das Besucher weit über die Gemeindegrenze hinaus ansprechen dürfte. Unter dem wenig spektakulären Titel «Wängi im Wandel» startet die Einrichtung am Samstag in die neue Saison (siehe Kasten).

Dass nicht nur Wängi, sondern auch sein Ortsmuseum im Wandel ist, werden die Besucher der Ausstellung sofort erkennen: Das digitale Zeitalter hat in der Adlerscheune definitiv Einzug gehalten. «Wir nutzen die bestehende App ‹Actionbound›», sagt Kurator Hansruedi Aeber- hard. «Das ist ein Multimedia-Guide, den unsere Besucherinnen und Besucher auf ihr Smartphone oder ihr Tablet laden können.» Während des ganzen Winterhalbjahres habe man die App mit Informationen über die Ausstellung gefüttert, erklärt Aeberhard weiter. QR-Codes bei allen Stationen runden das multimediale Angebot ab.

Die Ausstellung lässt sich indes auch ganz ohne Smartphone betrachten. Nach wie vor setzt das Museum vor allem auf Exponate. Die Uniformmütze des letzten Wängemer Bahnhofvorstehers befindet sich genauso darunter wie alte bis antike Münzen, welche einst an den zahlreichen Zollstationen auf dem Gemeindegebiet entrichtet werden mussten. Überhaupt ist der Verkehr ein zentrales Thema der Sonderausstellung. «Er steht symbolisch für den Wandel», sagt Aeberhard, «und brachte stets eine Beschleunigung mit sich.»

So widmet sich eine Station dem Bau der Autobahn und deren festlicher Einweihung 1969 – ein Wandel, der Wängi bis heute nachhaltig prägt.

Jeden ersten Sonntag

Das Ortsmuseum Wängi startet am Samstag mit einer Vernissage ab 16.15 Uhr in die neue Saison. «Jede Besucherin, jeder Besucher erhält eine Überraschung», verspricht Stiftungsratspräsident Hermann Stamm. Danach ist das Museum bis Oktober jeden ersten Sonntag des Monats geöffnet. «Für Schulklassen oder beispielsweise Klassenzusammenkünfte stehen wir auch ausserhalb der regulären Öffnungszeiten gerne zur Verfügung», sagt Stamm.

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