Glosse

In Wittenwil atmen Schweine und Anwohner auf

Südsicht auf einen Streit um einen Wittenwiler Bauernhof.

Olaf Kühne
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Olaf Kühne(Bild: Peter Pfistner)

Olaf Kühne
(
Bild: Peter Pfistner)

Bis 2039 gibt es aus Wittenwil kein Schweinefleisch. Da wir bis dann laut unseren Miteidgenossinnen und Miteidgenossen (ja, die mit den lustigen Würmern) sowieso restlos islamisiert sind, wird es wohl gar nie mehr Schwienigs aus dem beschaulichen Dorf geben.

Für eine Aufzählung derer, die ob dieser Nachricht aufatmen, reicht der Platz an dieser Stelle kaum aus. Allen voran seien natürlich die Anwohnerinnen und Anwohner genannt. Denn Schweine sind zwar superputzig. Aber halt schon mehr fürs Auge denn für die Nase.

Deshalb haben sich die Wittenwiler mit dem baugesuchstellenden Bauern nun darauf geeinigt, dass nur Kälbli und Kühe einziehen dürfen. Die sind nämlich auch herzig, stinken aber weniger. Die
Säuli kommen frühestens 2030. Aber nicht vor 2039 in Intensivmast. Etwas, was es laut dem Bauernverband in der Schweiz sowieso nicht gibt. Oder haben wir da etwas falsch verstanden?

Im Gegenzug zum bäuerlichen Verzicht haben sich die Wittenwiler verpflichtet, bis 2039 in den Aadorfer Migros, Coop und Aldi kein Schweinefleisch für Neunfrankenneunzig pro Kilo zu kaufen. Das war jetzt übrigens ein lauer Scherz. Denn wer will schon auf ein feines, saftiges Kotelett verzichten. Zumindest, so lange es nicht vor der eigenen Haustüre produziert wurde.

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