In Wängi steht das Siegerprojekt fest

Die Schulgemeinde Wängi soll einen Neubau sowie eine Erweiterung des Schulhauses Imbach II erhalten.

Urs Nobel
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Die Architekten Nino und Mario Soppelsa erklären Schulpräsident Jörg Kobler anhand des Modells Details des Projekts.

Die Architekten Nino und Mario Soppelsa erklären Schulpräsident Jörg Kobler anhand des Modells Details des Projekts.

(Bild: Urs Nobel)

In der Volksschulgemeinde Wängi wird auf die nächsten Jahre hin mit konstanten Schülerzahlen gerechnet. Am Schulstandort Wängi hingegen steigen die Zahlen kontinuierlich, was zu zusätzlichen Klassenzügen geführt hat und neuen Raumbedarf nach sich zieht. Mehr und zusätzlicher Raumbedarf benötigt es auch wegen neuer Unterrichtsformen und Fächer. Aus diesen Gründen hat die Schulbehörde 2017 eine interne Projektgruppe zusammengestellt, um sich dieser Problematik anzunehmen.

Das Ergebnis ist seit vergangenem Freitag bekannt. Das Projekt «Am Wäldli und bim Bächli» der Soppelsa Architekten GmbH aus Zürich wurde zum Sieger erkoren und wird weiterverfolgt. Im ersten Quartal 2021 sollten die Planungsarbeiten so weit bekannt sein, dass es zu einer Urnenabstimmung kommen kann.

Nimmt alles seinen erwarteten Verlauf, sollte der Spatenstich ein Jahr später erfolgen. Zu den möglichen Kosten des Neu- und Erweiterungsbaus konnten an der Präsentation des Siegerprojekts noch keine verbindliche Zahlen bekanntgegeben werden.

Studienauftrag statt Projektwettbewerb

Im Verlauf der Machbarkeitsstudie zeigte sich, dass aufgrund der vielschichtigen und komplexen Aufgabenstellung kein – wie es zwar vielerorts üblich ist – Projektwettbewerb durchgeführt werden konnte. Gemäss Schulpräsident Jörg Kobelt bot sich daher ein nicht anonymer Studienauftrag im selektiven Verfahren an.

Studienaufträge eignen sich zur Ausarbeitung von Lösungen komplexer Aufgabenstellungen, deren Rahmenbedingungen im Voraus nicht genügend und abschliessend beurteilt werden können. Von sich 32 bewerbenden Architekturbüros hat das Beurteilungsgremium, bestehend aus drei Sachbeauftragten der Schulbehörde, vier externen Fachleuten sowie zehn beratenden Personen, sechs Teilnehmer bestimmt. Fünf Resultate konnten am vergangenen Freitag öffentlich gemacht werden.

Das Siegerprojekt «Am Wäldli und bim Bächli» ist ein Gemeinschaftsprodukt der Brüder Mario und Nino Soppelsa sowie Matteo Zanuso von der Soppelsa Architekten GmbH aus Zürich. Gemäss Nino Soppelsa hat er und sein Team darauf geachtet, dass dank dem Neubau und dem Anbau die Gebäude stufengerecht nutzbar und getrennt sind.

Das heisst, dass eine Entflechtung der verschiedenen Altersstufen herbeigeführt werden kann. Die Schulräume werden im Vergleich grösser, zudem besteht zusätzliches Nutzungspotenzial für weitere schulpädagogische Belange.

Gemäss Jörg Kobelt ist es der Schulbehörde während der Realisierungsphase wie auch im späteren Betrieb wichtig, eine hohe Wirtschaftlichkeit und Kosteneffizienz zu erlangen. «Mit einer Kostengrobschätzung des Projekts, die für die gesamte Anlage von zwölfeinhalb Millionen Franken ausgeht, werden diese Vorgaben erfüllt.»