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In Steckborn tritt ein Lehrer gegen den Pfarrer an

Es kommt doch noch zum Wahlkampf am Untersee. Nachdem Andreas Gäumann lange alleiniger Kandidat war, bewirbt sich nun auch Seklehrer Markus Kuhn um die Nachfolge von Stadtpräsident Roger Forrer
Judith Meyer
Kandidat Markus Kuhn an seinem Wohnort in Steckborn. (Bild: Judith Meyer)

Kandidat Markus Kuhn an seinem Wohnort in Steckborn. (Bild: Judith Meyer)

Markus Kuhn, was zeichnet Sie für das Amt des Stadtpräsidenten aus?

Seit wir in Steckborn leben, habe ich ein grosses Beziehungsnetz aufbauen können. Einerseits, weil wir sehr herzlich empfangen wurden, andererseits, weil ich mich aktiv in die Gemeinde einbringen konnte. Mein Credo lautet, andere Menschen zu unterstützen und zu begleiten. Als Stadtpräsident wäre es mir ein Anliegen, dass es der Bevölkerung gut geht und ich sie dabei unterstützen könnte. In meinen beruflichen Tätigkeiten konnte ich viel Erfahrung sammeln und verfüge dadurch über gute Menschenkenntnisse.

Ihr Herausforderer ist Pfarrer Gäumann. Worin unterscheiden Sie sich von ihm?

Zu einem Podiumsgespräch mit Andreas Gäumann wäre ich gerne bereit. Es ist sicher spannend, mit ihm zu diskutieren und festzustellen, wo wir in die selbe politische Richtung gehen, und wo wir andere Ansichten bestehen.

Haben Sie sich die Kandidatur lange überlegt?

Ja. Das hatte verschiedene Gründe, aber nun habe ich mich dazu entschlossen und bin bereit für die Wahl. Ich möchte mich nicht profilieren, sondern mich an meinem Wohnort engagieren. Die Abläufe und das Zusammenspiel der Stadtregierung interessieren mich, und ich laufe immer mit offenen Augen durch Steckborn. Ich bin aufmerksam, frage nach und mache mir Gedanken.

Sehen Sie auch Optimierungsbedarf?

Was mich beschäftigt, ist das Thema Littering auf dem Feldbachareal. Man denkt, dass die vielen Besucher gut sind für die Wirtschaft. Aber niemand bedenkt den zeitlichen und finanziellen Aufwand für Reinigung und Abfallentsorgung.

Würden Sie daran etwas ändern, wenn Sie im Amt wären?

Das ist ein Thema, das ich sicher zur Springen bringen würde.

Zur Person

Der 38-jährige Markus Kuhn lebt mit seiner Frau Magdalene seit 2011 in Steckborn. Vor zwei Jahren trat er die Stelle an der Sek Feldbach an. Aufgewachsen ist er in Dachsen (ZH) und konnte vor seinem Studium zum Oberstufenlehrer in diversen Branchen Erfahrungen sammeln: so etwa bei der Post, auf einer Baustelle oder in der freiwilligen Jugendarbeit. Sein Interesse gilt den zwischenmenschlichen Beziehungen und einer zielorientierten Kommunikation. 2015 absolvierte er ein Nachdiplomstudium im Bereich Mediation und Konfliktmanagement. Mit seiner Frau werkelt er gerne am gemeinsamen Haus herum. Kuhn ist in der Feuerwehr und in der IG Träffpunkt Wuchemärt engagiert. In der Bürgergemeinde und in der Forstrevierkörperschaft Feldbach arbeitet er ebenso gerne mit wie als Moderator der Chrischona. (jme)

Weshalb sind Sie parteilos?

Ich bin mit Überzeugung in keiner Partei, weil ich nicht möchte, dass ich als Politiker nach einem Programm handeln muss, welches nicht zur Region und zu Steckborn passt. Ein anderer Grund ist die Finanzierung einer Kandidatur. Die Partei würde den Wahlkampf finanziell unterstützen, was ich weniger sympathisch finde. Ein Kandidat sollte als Person bekannt werden und das Volk für sich gewinnen.

Wo sehen Sie sich im Vergleich mit dem amtierenden Stadtpräsidenten Forrer?

Ich meine, dass er einen liberalen Kurs verfolgt. Auch ihm ist es ein Anliegen, für die Bewohner von Steckborn da zu sein. Vielleicht würde ich ein paar Dinge anpassen. Alles in allem hat er gute Arbeit für das Wohlergehen unserer Stadt geleistet. Sie wären mit 39 Jahren ein noch junger Stadtpräsident. Das war ein Grund, warum ich zögerte. Durch meine beruflichen Erfahrungen weiss ich aber, dass ich belastbar bin sowie an diversen Projekten arbeiten und auf Menschen zugehen kann. Und ich habe viel Energie. Würden Sie die Steuern in Steckborn senken oder erhöhen? Erhöhen nur, um Schulden abzubauen. Um aber eine aktuelle Infrastruktur für Steckborn ermöglichen zu können, würde ich den Steuerfuss behalten.

Steckborn ist Energiestadt 2000. Unterstützen Sie dieses Projekt?

Unbedingt, aber ich würde einen neuen Aspekt reinbringen. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der sich zum Heizen gut eignet. In den Wäldern liegt massenweise Holz, das niemand brauchen kann und verrottet. Was würden Sie als Stapi hinterlassen wollen? Dass Jung und Alt hier gut leben können, und dass es weniger Abwanderung gibt. Ein gestärkter Zusammenhalt der Stadtbevölkerung in Steckborn und dass die Menschen wieder regional einkaufen. Und gesunde Finanzen.

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