In schwindelerregender Höhe: In Märstetten wird ein neues Kühl- und Gefahrenstofflager gebaut

Die Hausammann AG baut in Märstetten ein Kühllager. Gelagert werden dort auch Spraydosen oder brennbare Flüssigkeiten. Fünf Mitarbeiter kümmern sich dort ab Dezember um 1500 Kühlplätze, 3900 Tiefkühllager, 3000 Gefahrenstofflager.

Werner Lenzin
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Mächtig überragt der imposante neue Gebäudeteil mit seiner schwarzen Platten-fassade und seiner Gesamthöhe von 15 Metern den bisherigen Gebäudekomplex. Unüberhörbar ist das schrille Pfeifen einer Betonfräse und in schwindelerregender Höhe montieren gut gesicherte Industriekletterer die neuen Gestelle für das Tiefkühllager.

Paul Hausammann, Geschäftsführer.

Paul Hausammann, Geschäftsführer.

Bild: Werner Lenzin

Aus Krankörben heraus montieren Spezialisten die letzten Teile der Fassade. Stolz beobachten Geschäftsführer Paul Hausammann und sein 30-jähriger Sohn Roman, stellvertretender Geschäftsführer, das emsige Treiben auf der beein-druckenden Baustelle.

Drei Tag Einweihungsfest im Dezember

Die dritte im Bunde ist Marion Hausammann und sie leitet auf dem Büro die gesamte Administration. Am 10. Dezember muss der Neubau mit den vollautomatischen Hochregallagern fertig sein, denn dann wird dieser während dreier Tage eingeweiht.

«Was im Jahr 1997 im Obstkühllager der damaligen Ernst Müller AG begann, hat heute grosse Dimensionen angenommen», sagen Vater und Sohn Hausammann. Seit über zwanzig Jahren ist die Hausammann Lagerhaus AG ein wichtiger Partner führender Ostschweizer Unternehmungen, dies unter dem Motto: «Logistik vom Feinsten».

Roman Hausammann, stellvertretender Geschäftsführer.

Roman Hausammann, stellvertretender Geschäftsführer.

Bild: Werner Lenzin

Täglich sind ein Dutzend Hausammann-Lastenzüge schweizweit unterwegs und es wird ein- und ausgelagert. In bisher vier Liegenschaften wurden die verschiedensten Lagerformen angewendet: Block-, Regal, Kühl- und Klimalager, Kommissions-, Gefahrengut- und Pet-Ballenlager.

Als letzten Teil des Kuchens bezeichnet Hausammann Senior die jetzige Erstellung eines neuen Kühlraums, eines Tiefkühl- und eines Gefahrengutlagers. Wichtig ist für die Beiden, dass die Ein- und Auslagerung mit modernsten umweltfreundlichen Geräten erfolgt. Ihr Betrieb ist nach ISO und Bio Suisse zertifiziert.

Platz für 10'000 Euro-Paletten

Im Frühling 2019 startete man mit den Bauarbeiten für den neuen Gebäudekomplex. Es handelt sich dabei um eine Silobauweise mit Hochregallagern, welche das ganze Gebäude tragen. Dieses steht in einer Auffangwanne, welche eine allfällige Verschmutzung des Grundwassers verhindert.

Roman Hausammann im Innern der Lagerhalle.

Roman Hausammann im Innern der Lagerhalle.

Bild: Werner Lenzin

Untergebracht werden im Neubau 1500 Kühlplätze, 3900 Tiefkühllager, 3000 Gefahrenstofflager wie Spraydosen und brennbare Flüssigkeit, und der restliche Platz wird dem normalen Lagergut dienen. Dank modernster Lagerlogistik werden lediglich fünf der insgesamt 30 Mitarbeitenden im neuen Gebäude tätig sein.

Und wie beurteilt Roman Hausammann die Verkehrszunahme? «Wir ziehen einen Teil des Verkehrs an die Peripherie des Dorfes zurück und erwarten eine minime Zunahme des Verkehrs im Tiefkühlbereich», versichert er. In ökologischer Hinsicht wird viel getan. Neben einer Solaranlage auf dem Dach wird eine Wärmerückgewinnung aus den neuen Anlagen eigene Energie regenerieren. Der Feuerwehr steht ein umfassendes Brandschutz-Konzept zur Verfügung und unter der Rampe steht in Betonkoffern Löschwasser bereit.