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Dem Thur-Grundwasser sei Dank: In Sachen Trinkwasser ist Frauenfeld auf der sicheren Seite

Trotz Trockenheit ist Wasserknappheit in der Stadt Frauenfeld kein Thema. Die Tages-Fördermenge liegt derzeit bei 63 Prozent Auslastung.
Mathias Frei
Ein Glas Trinkwasser. Bild: PD

Ein Glas Trinkwasser. Bild: PD

Die Frauenfelderinnen und Frauenfelder haben es gut: Trinkwasser fliesst (Hitze-)Sommer wie Winter aus dem Hahn, in absolut ausreichender Menge sowie in einwandfreier Qualität. Die Werkbetriebe Frauenfeld (WBF) fördern aktuell 12'500 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag, wie Ulrich Berger erklärt. Er ist WBF-Geschäftsleitungsmitglied und Bereichsleiter Planung und Projektierung. Möglich wären täglich 20'000 Kubikmeter, so liegt man also bei 63 Prozent Auslastung. Die Tagesspitze 2018 lag bei 13'900 Kubikmeter.

Dank des Thur-Grundwasserstroms sei man in Frauenfeld in einer «komfortablen Lage, sagt Berger.

«Es bräuchte wohl schon zwei bis drei sehr trockene Jahre, damit sich der Grundwasserspiegel der Thur nicht mehr erholen könnte und damit sinken würde.»

Wasserknappheit wäre denn auch nicht das Worst-Case-Szenario, sondern eine Verschmutzung des Thur-Grundwassers. In einem solchen Fall käme die Notwasserversorgung zum Tragen.

Nur knapp vier Prozent aus dem Thunbachtal

Ulrich Berger, Werkbetriebe Frauenfeld. (Bild: Samuel Koch)

Ulrich Berger, Werkbetriebe Frauenfeld. (Bild: Samuel Koch)

Mit ein Grund, dass die WBF das Pumpwerk Thunbach betreiben, ist die besagte Notwasserversorgung. Vergangenes Jahr hat dieses Pumpwerk knapp 103'000 Kubikmeter Wasser gefördert. Derweil lagen die Fördermengen der Pumpwerke Widen und Wuhr, die Thur-Grundwasser zu Tage bringen, bei 402'000 Kubikmeter (Wuhr) respektive 2,301 Millionen Kubikmeter.

Die geförderte Jahresmenge lag vor 50 oder 60 Jahren regelmässig bei über 4,5 Millionen Kubikmetern, vereinzelt wurden bis zu 5,2 Millionen Kubik im Jahr hochgepumpt. «Die Hero als Gemüseverarbeiterin war damals auf grössere Wassermengen angewiesen», erklärt Ulrich Berger.

Ein weiterer Grund für die gesunkene Fördermenge sei aber auch das verbesserte Netz.

«Wir haben heute viel weniger Verluste im Leitungsnetz.»

Zudem habe auch die technische Entwicklung im Sanitärbereich dazu beigetragen. Die entsprechenden Apparaturen seien heute sehr viel wassersparender als früher.

«Und natürlich gilt es, das ganze Jahr einen vernünftigen Umgang mit der Ressource Wasser zu finden.»

Eine Turbine als Ausstellungsstück auf dem Areal der Werkbetriebe Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Eine Turbine als Ausstellungsstück auf dem Areal der Werkbetriebe Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

In Frauenfeld werden sämtliche Brunnen mit Trinkwasser gespeist. «In der Schweiz ist es üblich, dass Brunnen Trinkwasser führen, solange dies nicht anders gekennzeichnet ist.» Im Gegensatz dazu gibt es in Frauenfeld auch Wasserspiele, beispielsweise beim Schlossberg, bei denen das Wasser umgewälzt, also in einem Kreislauf wiederverwendet wird.

Wie Berger sagt, wird das Trinkwasser in jedem Fall aufbereitet, egal, ob es dem Thur- oder dem Thunbach-Grundwasser entstammt. «99 Prozent des Grundwassers wären zwar auch ohne Aufbereitung tadellos.» Problematisch sei es nur bei Thur-Hochwasser, wenn das Fluss- ins Grundwasser drücke.

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