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In Münchwilen tanzen Hunde mit ihren Frauchen

In der Hundeschule von Karin Hegland lernen die Vierbeiner auch «Dogdancing». Die Tiere müssen dafür aufs Wort gehorchen.
Maya Heizmann
Möni Berlin mit Lezzi, Astrid Hess mit Timm, Barbara Causa mit Emmi und Hundetrainerin Karin Heiland (liegend). (Bild: Maya Heizmann)

Möni Berlin mit Lezzi, Astrid Hess mit Timm, Barbara Causa mit Emmi und Hundetrainerin Karin Heiland (liegend). (Bild: Maya Heizmann)

Ohren gespitzt: Der aufgeweckte Yorkshire Terrier Timmy ist erst 16 Monate alt, scheint aber total über die Übungen begeistert, die er seit drei Monaten mit seinem Frauchen Astrid Hess aus Uzwil absolvieren darf.

Von Tanz kann für die drei Tanzpaare noch keine Rede sein. Erst müssen Schritte und Wendungen ohne Musik eingeübt werden. Das verlangt von den Hunden grosse Aufmerksamkeit und totalen Gehorsam. Emmi, eine Dackelmix-Dame von Barbara Caula aus Sirnach nimmt es gemütlich. Warum auch hetzen, wenn es nicht sein muss, wird sie denken. Sie macht alle Übungen mit, aber in ihrem persönlichen gemächlichen Tempo. Auch Lizzi, ein Beagle Mix, ebenfalls von Barbara Caula, macht ihre Übungen gut und präzise. Sie wird von Barbaras Freundin Moni Beerli geführt.

Geduld ist gefragt

So lernen die Hunde auf dem Parcours ohne Leine den Befehlen ihrer Partnerinnen zu folgen. Es gibt 18 Fusspositionen. Rückwärtslaufen, mal links, mal rechts, mal aussen, mal innen durch die Beine der Partnerinnen oder rund um ein Hindernis gehen: die Fellnasen sind aufmerksam und ganz bei Sache, sie haben ihre Halterinnen stets im Blickfeld. Zum Schluss des Parcours darf die Belohnung in Form eines Leckerlis nicht fehlen. Für diese Anerkennung macht Hund einfach alles.
«Hinter dieser Spielerei steckt viel Arbeit und Konzentration», sagt Hundetrainerin Karin Hegland. Man müsse die Sprache der Tiere kennen und das Verhältnis zwischen Hund und Mensch müsse stimmen und auch im Alltag von Harmonie geprägt sein, bemerkt sie. Für das «Dogdancing» braucht es Geduld, Einfühlungsvermögen und Motivation von beiden Seiten. Die Grundidee zum «Dogdancing» wurde Ende der 80er-Jahre in Kanada unter dem Namen Freestyle lanciert und ging aus den Gehorsam-Übungen hervor.

Ganz ohne Drill

Für das «Dogdancing» eignet sich praktisch jeder Hund, es ist eine Spielerei. Doch dafür muss der Vierbeiner aufs Wort gehorchen. Nicht jeder Hundehalter will so viel Geduld und Zeit in seinen Hundepartner investieren. Spass und Freude sollen immer an erster Stelle stehen. Bei dieser Hundesportart geht es ganz ohne Drill zu, wichtig ist die harmonische Teamarbeit zwischen Mensch und Hund. «Gewalt beginnt dort, wo Wissen aufhört».

Die drei Tanzpaare, die sich jeweils am Donnerstagnachmittag für eine Trainingsstunde in den Räumen der alten Post in Münchwilen treffen, wollen in Zukunft keine Tanzturniere oder Vorführungen bestreiten. Sie freuen sich ganz einfach über das gemeinsame lockere Zusammensein mit ihren motivierten und fröhlichen Lieblingen.

Hundetrainerin Karin Hegland aus Aadorf ist ein geprüftes Mitglied des internationalen Berufsverbands der Hundetrainer. Seit rund drei Jahren übt sie ihren geliebten Beruf aus und bietet verschiedene Kurse für Hunde an. «Ich bin einfach auf den Hund gekommen», sagt die sympathische Hundetrainerin.

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