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In Kreuzlingen kostet Warten
25 Franken pro Jahr

Schweizer Häfen verrechnen höchst unterschiedliche Tarife. Gemäss Preisüberwacher sind hohe Liegeplatzgebühren erklärungsbedürftig. Gar nicht zu erklären seien die Unterschiede für Einträge auf der Warteliste.
Thomas Wunderlin
Die Liegeplatzgebühren unterschieden sich stark zwischen den Gemeinden. (Bild: Nana do Carmo)

Die Liegeplatzgebühren unterschieden sich stark zwischen den Gemeinden. (Bild: Nana do Carmo)

Für Hafenplätze an den Schweizer Seen gibt es lange Wartelisten. Manche Häfen erlauben es sich deshalb, hohe Tarife dafür zu erheben. Kreuzlingen beispielsweise verlangt 50 Franken Einschreibegebühr, dazu jährlich 25 Franken. Gemäss einer Erhebung des Preisüberwachers bei rund 40 Häfen gehört Kreuzlingen zu den teuersten.

Stefan Meierhans, Preisueberwacher. (Bild: Michel Canonica)

Stefan Meierhans, Preisueberwacher. (Bild: Michel Canonica)

Verglichen wurden die Kosten einer fünfjährigen Wartezeit. In Kreuzlingen betragen sie 150 Franken – ohne Garantie, dass man anschliessend einen Liegeplatz erhält. Am Bodensee ist Kreuzlingen am teuersten vor Romanshorn (50 Franken), Arbon und Goldach (beide 10 Franken).

Gemäss Mitteilung des Preisüberwachers sind die grossen Unterschiede der Wartelistegebühren nicht zu rechtfertigen. Sie scheinen oft «überhaupt nicht mehr mit den Kosten in Relation zu stehen», sondern nur der Nachfragesteuerung zu dienen.

Kreuzlingen: Administrativer Aufwand

Thomas Beringer, Präsident der Kreuzlinger Hafenkommission. (Bild: Donato Caspari)

Thomas Beringer, Präsident der Kreuzlinger Hafenkommission. (Bild: Donato Caspari)

Thomas Beringer, Kreuzlinger Stadtrat und Präsident der Hafenkommission, erklärt: «Erstens entsprechen die Gebühren dem administrativen Aufwand. Zweitens geht jemand automatisch weg von der Liste, wenn er die Gebühren nicht zahlen will. Ich weiss nicht, was daran falsch ist.» Von Nachfragesteuerung sei nie die Rede gewesen.

«50 Franken, um jemanden auf eine Liste zu setzen?», kommentiert Beat Niederhauser, Geschäftsführer und Stellvertreter des Preisüberwachers, «das scheint mir auf den ersten Blick erstaunlich viel zu sein». Falls der administrative Aufwand tatsächlich so hoch sei, müsste man sich vielleicht überlegen, ob es einfacher ginge.

Nur Gemeinden über 5000 Einwohner angefragt

Die Erhebung des Preisüberwachers ist unvollständig, denn angefragt wurden nur Häfen der öffentlichen Hand in Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern. Allein im Thurgau gibt es 23 Häfen; angefragt wurden nur Arbon, Romanshorn und Kreuzlingen. «Eine Vollerhebung wäre zu aufwendig und unverhältnismässig gewesen», erklärt Niederhauser.

Es sei darum gegangen, sich einen ersten Überblick zu verschaffen, denn der Preisüberwacher erhalte immer wieder Anfragen aus diesem Bereich. Gegenüber der öffentlichen Hand kann der Preisüberwacher nur Empfehlungen abgeben.

Was die Liegeplatzmieten selber betrifft, so bewegen sich die Tarife am Thurgauer Bodenseeufer im mittleren und untern Bereich. Erhoben wurden die günstigsten Steg- und Trockenplätze mit der Mindestgrösse von 2 auf 5 Meter.

Romanshorn bietet günstige Liegeplätze an

Romanshorn figuriert sogar am untern Ende der Liste mit 143.75 Franken für einen Nassplatz. Schweizweit am teuersten ist Montreux mit 1580 Franken.

Die höchste Miete am Schweizer Bodenseeufer verlangt das st. gallische Thal: 1250 Franken im Staader Hafen. Gemeindepräsident Robert Raths kann dazu keinen Kommentar abgeben; der Tarif sei Thema einer Sitzung am Dienstag. Bei den Wartekosten ist Thal günstig: Wie die Hälfte aller Häfen auf der Liste des Preisüberwachers verlangt Thal nichts fürs Warten.

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