In Frauenfeld wären potenzielle Bildungsstandorte vorhanden, aber in der Ansiedlung von neuen Instituten ist noch wenig Konkretes passiert

Das Thema des Bildungsstandorts Frauenfeld ist dem Stadtrat im Grundsatz wichtig. Das spiegelt sich auch in den Legislaturschwerpunkten wider. 

Mathias Frei
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Eine Illustration, wie der Murgbogen in Zukunft aussehen könnte.

Eine Illustration, wie der Murgbogen in Zukunft aussehen könnte.

Bild: PD/Matthias Gnehm
Heinrich Christ, Gemeinderat CH.

Heinrich Christ, Gemeinderat CH.

Bild: PD

Die Stadtkaserne, das Untere Mätteli und der Murgbogen: Diese überwiegend in der öffentlichen Zone liegenden Areale eignen sich «insbesondere als potenzielle Bildungsstandorte» in Frauenfeld. Das schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf die Einfache Anfrage betreffend «Frauenfeld als Thurgauer Hochschulstandort». Der Vorstoss stammt von CH-Gemeinderat Heinrich Christ und seinem Fraktionskollegen Stefan Leuthold (GLP). Wie den stadträtlichen Ausführungen zu entnehmen ist, würde die Thurgauer Kantonshauptstadt zwar durchaus Möglichkeiten bieten in diesem Bereich, konkret ist aber nichts. Dass das Thema Bildungsstandort durchaus Relevanz hat für den Stadtrat, zeigt sich in verschiedenen Legislaturschwerpunkten.

Noch keine Gespräche mit Hochschule für Technik Rapperswil

Stefan Leuthold, Gemeinderat GLP.

Stefan Leuthold, Gemeinderat GLP.

Bild: PD

Zur Thematik hat es in jüngerer Zeit zwei Vorstösse gegeben, zum einen von Christ eine im Februar 2018 beantwortete Interpellation zu «Förderung der höheren Bildung», zum anderen eine 2015 beantwortete Interpellation von Stefan Geiges und alt Gemeinderat Michael Hefti zu «Power to Gas» und der Aufforderung zu einer Zusammenarbeit mit dem Institut für Energietechnik der Hochschule für Technik Rapperswil. Mit dem Institut seien keine Gespräche geführt worden, schreibt der Stadtrat. Sowieso wären dazu die Werkbetriebe bessere Ansprechpartner.

«Gespräche sollen nur geführt werden, wenn daraus ein konkreter Nutzen für die Stadt in Aussicht steht.»
Anders Stokholm, Stadtpräsident.

Anders Stokholm, Stadtpräsident.

Bild: Andrea Stalder

Im Rahmen der aktuellen Thurgauer Bestrebungen, neue Weiterbildungsstätten und Institute anzusiedeln, hat der Stadtrat Institute und Start-ups zum Informationsaustausch eingeladen. Zudem hat Stadtpräsident Anders Stokholm 2018 und 2019 an informellen Gesprächen mit Vertretern von Wirtschaft, Kanton und Hochschulen teilgenommen, um auf das Interesse Frauenfelds und das räumliche Potenzial hinzuweisen. Und der Stadtrat schreibt, das Interesse der ETH Zürich an einem Studiostandort in Frauenfeld – eine Möglichkeit des vom Volk abgelehnten Agro-Food-Innovation-Parks – sei weiterhin vorhanden.

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