In Frauenfeld sind wegen eines Lapsus eines Bus-Chauffeurs Hunderte Liter Diesel ausgelaufen

In der Nacht auf Mittwoch ist beim Depot der Frauenfelder Stadtbusbetriebe wegen einer Unachtsamkeit eines Bus-Chauffeurs eine Tanksäule beschädigt worden, worauf 200 bis 300 Liter Diesel auslaufen konnten. Die Höhe des Sachschadens ist bisher unbekannt.

Samuel Koch
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Feuerwehrleute sind beim Busdepot im Einsatz. (Bild: PD/Feuerwehr Frauenfeld)

Feuerwehrleute sind beim Busdepot im Einsatz. (Bild: PD/Feuerwehr Frauenfeld)

In der Nacht auf Mittwoch ist auf dem Gelände des Depots der Frauenfelder Stadtbusbetriebe an der Gaswerkstrasse eine grosse Menge Diesel ausgelaufen. «Missgeschick zu nächtlicher Stunde», meldet die Feuerwehr Frauenfeld auf ihrer Facebook-Seite.

Tathergang noch nicht definitiv geklärt

Am Mittwochabend kurz nach 22 Uhr ging bei der Feuerwehr, der Polizei sowie dem kantonalen Amt für Umwelt eine Meldung ein, wonach wegen einer beschädigten Tanksäule auf dem Gelände des städtischen Busdepots eine beträchtliche Menge Diesel ausgelaufen sei. «Tatsächlich handelt es sich um 200 bis 300 Liter», wie der umgehend aufgebotene Pikettfunktionär des Amtes für Umwelt sagt.

Gemäss Kantonspolizei Thurgau laufen derzeit die Abklärungen über den Tathergang, wie Polizeisprecher Matthias Graf sagt. Ob ein Bus-Chauffeur bei einer Unachtsamkeit in die Tanksäule gefahren ist oder ob dieser nach dem Tanken nachlässig vergessen hat, den Zapfhahn wieder aus der Tanköffnung des Busses zu nehmen und deshalb die ganze Tanksäule mitgerissen hat, kann die Polizei noch nicht abschliessend beurteilen.

Keine Gefahr für Mensch und Umwelt

Die Ölwehr der Feuerwehr Frauenfeld musste mit einem Dutzend Personen ausrücken und den Diesel aus den für Unterbodenwaschgänge vorgesehenen Wäscheboxen pumpen. Zudem verschmutzte ein Teil des Treibstoffs die Kanalisation unter dem Gebäude, die von der Ölwehr gespült werden musste.

Für Mensch und Umwelt bestand jedenfalls zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr, heisst es seitens des Amtes für Umwelt. Direkt hinter der Liegenschaft fliesst die Murg durch. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens gibt weder das Amt für Umwelt noch die Feuerwehr Frauenfeld oder die Kantonspolizei Thurgau etwas bekannt.