In Frauenfeld schafft die Sprengkandidatin die Wahl in die Schulbehörde

Der seit Jahrzehnten etablierte freiwillige Parteienproporz bei Wahlen für die Frauenfelder Schulbehörden ist am Sonntag ausser Kraft gesetzt worden.

Samuel Koch
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Das Signet der Timeout-Schule in Frauenfeld. (Bild: Donato Caspari)

Das Signet der Timeout-Schule in Frauenfeld. (Bild: Donato Caspari)

Für die beiden Ende Schuljahr aus der Primarschulbehörde zurücktretenden Marc Hotz und Marco Kern von Chrampfe & Hirne (CH) hätten die beiden CH-Kandidatinnen Sara Bangerter und Barbara Schoop ersetzen sollen. Mit Sabine Bötschi stellte sich jedoch entgegen den Gepflogenheiten des freiwilligen Proporzes auch eine parteilose Kandidatin zur Wahl. Nun haben bei der Wahl gestern Sonntag Sara Bangerter (2405 Stimmen) und Sabine Bötschi (2378 Stimmen) die Wahl geschafft. Barbara Schoop verpasste die Wahl um 301 Stimmen.

Gleichzeitig haben die Stimmberechtigten die Jahresrechnungen der Primar- sowie Sekundarschulgemeinde Frauenfeld deutlich angenommen. Diejenige der Primar erreichte einen Ja-Anteil von 89,5 Prozent, jene der Sek 90 Prozent. Für Schulpräsident Andreas Wirth zeigen diese Resultate das Vertrauen gegenüber der geleisteten Arbeit aller Lehrpersonen, weiteren Mitarbeitenden und Behörden an den Schulen Frauenfeld. Wirth erläutert:

«Das Stimmvolk unterstreicht damit einmal mehr, dass ihm eine hohe Schulqualität und eine zeitgemässe, moderne Infrastruktur wichtig ist.»

Millionen-Gewinne für die Frauenfelder Schulgemeinden

Mehr eingenommen und weniger ausgegeben als erwartet: Die Rechnungen von Primar- und Sekundarschule Frauenfeld schliessen um Millionen besser ab als budgetiert. Tiefere Steuern gibt es aber deswegen vorerst noch nicht.
Stefan Hilzinger