In Frauenfeld müssen Pfarrer gärtnern und jonglieren können

Sandra Leuenberger und Marcel Schmid, die beiden Pfarrleute für den Kreis Kurzdorf-Oberwiesen, sind seit Anfang Monat im Amt. Gestern feierte die evangelische Kirchgemeinde die Installation mit einem sommerlich-fröhlichen Fest.

Stefan Hilzinger
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Dekanin Esther Walch Schindler (Mitte) setzt Pfarrer Marcel Schmid in sein Amt ein und begrüsst Pfarrerin Sandra Leuenberger-Wenger an ihrem gemeinsamen Wirkungsort in Kurzdorf. (Bild: Stefan Hilzinger)

Dekanin Esther Walch Schindler (Mitte) setzt Pfarrer Marcel Schmid in sein Amt ein und begrüsst Pfarrerin Sandra Leuenberger-Wenger an ihrem gemeinsamen Wirkungsort in Kurzdorf. (Bild: Stefan Hilzinger)

Auch die reformierte Kirche kennt förmliche Handlungen. Eine davon ist die Einsetzung eines neuen Seelsorgers in sein Amt, eine Pfarrinstallation. Gestern Sonntag war es in der Kirche Kurzdorf soweit: Dekanin Esther Walch Schindler aus Aadorf setzte Marcel Schmid formell in sein Amt als neuen Pfarrer für den Kreis Kurzdorf-Oberwiesen ein (siehe Kasten).

Ein herzliches Willkommen

Schmid hat, wie seine Kollegin Sandra Leuenberger-Wenger, am 1. August die Tätigkeit für die hiesige Kirchgemeinde aufgenommen. Da Leuenberger lediglich zu 50 Prozent angestellt ist, und für sie, damit keine Wohnsitzpflicht in der Gemeinde gilt, gab es für sie zwar keine formelle Amtseinsetzung, dafür aber ein herzliches Willkommen an ihrer neuen Stelle in Frauenfeld.

Eine grosse Schar an Kirchbürgern und eine stattliche Anzahl geladener Gäste waren ins Kurzdorf gekommen, um dem feierlichen Gottesdienst beizuwohnen und anschliessend gemeinsam bei Speis, Trank und Unterhaltung zu feiern. Zwei Themen zogen sich durch den Anlass: einerseits das Gärtnern, andererseits das Zirkusleben.

Ein Gartenhäckeli und Jongblierbälle

Dekanin Walch schenkte den beiden ein Gartenhäckeli, um den Boden für ihre Saat vorzubereiten. Viel war die Rede davon, was es alles brauche, damit die Saat gedeihe, dass es letztlich aber am Herrgott liege, ob und was geerntet werden könne. Mit ihrer Arbeit für die Gemeinde steigen die beiden neuen Pfarrleute gewissermassen auch in eine Zirkusmanege, wovon der Kinderchor unter der Leitung von Tabea Schöll in seinem Programm «Zirkus Furioso» spielte und sang.

Als Anschauungs- und Übungsobjekte überreichte Kirchenpräsident Heinz Stübi den beiden nebst besten Wünschen je drei Jonglierbälle. Kollegiale Grüsse «von einem Gärtchen ins andere» überbrachte Thomas Markus Meier, der theologische Leiter der katholischen Kirchgemeinde Frauenfeldplus.

Neue Pfarrkreise

Mit dem Amtsantritt von Pfarrer Schmid und Pfarrerin Leuenberger gibt es bei Evangelisch Frauenfeld neue Pfarrkreise: Schmid (100 %) und Leuenberger (50 %) leiten den Kreis 1 Kurzdorf-Oberwiesen. Pfarrer Kienast leitet den Kreis 2 Ergaten-Talbach, Pfarrer Bänziger den Kreis 3 Langdorf-Oberkirch (inkl. «Stadtgarten») und Pfarrer Vetsch den Kreis 4 Stadt-Huben. Pfarrer Buchegger arbeitet in einem 60-Prozent-Pensum in erster Linie als Heimseelsorger im Tertianum Friedau und im Alterszentrum Park. (hil)