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In Frauenfeld beginnt das schwullesbische Filmfestival: «Das ‹Pink Apple› ist als Begegnungsort wichtig»

Im Thurgau sei die Stimmung gegenüber LGBT-Menschen wohl immer noch anders als in Zürich, mutmasst Roland Loosli. Er ist Gründer des «Pink Apple» und heute für die Programmierung des Festivals verantwortlich.
Mathias Frei
Eine Szene aus dem italienischen Spielfilm «Mamma + Mamma». (Bild: PD)

Eine Szene aus dem italienischen Spielfilm «Mamma + Mamma». (Bild: PD)

Am Freitag um 18 Uhr startet in Frauenfeld die 22. Ausgabe des schwullesbischen Filmfestivals «Pink Apple». Im Cinema Luna sind bis Sonntagabend 22 Filme zu sehen, darunter elf Schweizer Premieren und eine Vorpremiere. Roland Loosli hat das Festival vor 22 Jahren mitgegründet und macht heute das Programm.

Warum braucht es auch im Jahr 2019 weiterhin das schwullesbische Filmfestival «Pink Apple»?

Roland Loosli: Wir haben das «Pink Apple» in Frauenfeld gegründet, weil es im Thurgau vor 22 Jahren keinen Begegnungsort für Schwule und Lesben gab. Und heute gibt es immer noch keinen solchen Ort. Deshalb ist das «Pink Apple» wichtig. Zudem zeigen wir Filme zur LGBT-Thematik, die sonst wohl kaum in einem Kinoprogramm Aufnahme fänden.

Aus dem französischen Film «Les Crevettes Pailletées». (Bild: PD)

Aus dem französischen Film «Les Crevettes Pailletées». (Bild: PD)

Kann das «Pink Apple» irgendwann nicht mehr politisch und nur noch «l’art pour l’art» sein?

Wahrscheinlich herrscht im Thurgau auch heute noch eine etwas andere Meinung vor als in Zürich. Und im Übrigen hilft das «Pink Apple», helfen Festivals im Allgemeinen den Kinos, ihre Plätze zu füllen. Das war vor 22 Jahren beim damaligen Kinokonsumverhalten noch anders. Das Cinema Luna hiess uns aber von Anfang stets willkommen.

Was begeistert Sie persönlich, dass Sie das «Pink Apple» seit der Gründung und nun zum 22. Mal mitveranstalten?

Ich war schon immer einer, der sich für etwas einsetzte. Das Festival wird mittlerweile von 30 Personen veranstaltet. Sich für die Rechte von LGBT einzusetzen, ist heute wichtiger denn je.

Aus dem spanischen Film «Carmen y Lola». (Bild: PD)

Aus dem spanischen Film «Carmen y Lola». (Bild: PD)

Wieso lohnt es sich für Stadtzürcher, dieses Wochenende nach Frauenfeld ins Cinema Luna zu kommen?

Der naheliegende Grund: Weil es für die Filme im Cinema Luna noch Tickets hat. Vorführungen am «Pink Apple» in Zürich sind teils schon kurz nach Vorverkaufsstart ausverkauft. Aber wenn ich ehrlich bin, würde ich in Frauenfeld noch lieber möglichst viele Besucher aus dem Thurgau begrüssen wollen. Leider kommen wir bislang noch zu wenig an unser Heimpublikum heran.

«Pink Apple» im Cinema Luna: Freitag, 10. Mai, vier Filme zwischen 18.15 und 22.15 Uhr; Samstag, 11. Mai, zehn Filme zwischen 14 und 22.15 Uhr; Sonntag, 12. Mai, acht Filme zwischen 13.15 und 20.30 Uhr. www.pinkapple.ch

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