In Frauenfeld befinden sich bedeutende Papiere auf dem Weg ans Licht

In den nächsten Monaten informiert der Frauenfelder Stadtrat über die unterschiedlichsten Projekte und Konzepte. Dies geht aus einer Beantwortung auf einen politischen Vorstoss hervor.

Samuel Koch
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Strategiepapiere aus dem Frauenfelder Rathaus landen vermehrt auf dem Pult des Gemeinderates.

Strategiepapiere aus dem Frauenfelder Rathaus landen vermehrt auf dem Pult des Gemeinderates.

(Bild: Andrea Stalder)

Abstrakt und öd. So erscheint der Vorstoss von Gemeinderat Roman Fischer zunächst wegen des Titels «Übersicht offene/unveröffentlichte Konzepte, Studien, Reglemente, Planungen, Abklärungen sowie Stand der Massnahmen aus den Agglomerationsprogrammen 1 + 2 und aus dem Mobilitätskonzept». Der Inhalt der jetzigen Beantwortung des Stadtrates enthält jedoch punktuell wichtige Infos, selbst wenn er unübersichtlich bleibt.

Roman Fischer, Gemeinderat, Grüne

Roman Fischer, Gemeinderat, Grüne

(Bild: PD)

So schreibt der Stadtrat vor der umfassenden Auflistung verschiedenster Papiere inklusive Status und geplanter Veröffentlichung, «dass viele Konzepte und Planungen äusserst komplex sind und für unbeteiligte Dritte diese Inhalte ohne Kommentare von Fachexperten gegebenenfalls schwierig nachzuvollziehen sind». Wer sich dennoch ein genaues Bild machen wolle, dürfe sich für persönliche Auskünfte gerne direkt bei den Amtsstellen melden.

Zürcherstrasse Ost oder Erzenholz in Bearbeitung

Aktuell in der Pipeline sind mit einer Botschaft etwa das Abstell- und Parkplatzreglement, das derzeit beim Kanton in der Vorprüfung ist, oder das Freizeit- und Tourismuskonzept der Regio Frauenfeld. Ebenso sollen noch in diesem Jahr Infos zum Sicherheitskonzept Stromausfall, zur Liegenschaftsstrategie oder zum Regio-Projekt «Differenzierte Gewerbeentwicklung» publik werden.

Andere Projekte wie das Betriebs- und Gestaltungskonzept St.Gallerstrasse sind in Umsetzung oder dann in Bearbeitung wie die Studie Einfalls­achse Frauenfeld mit Fokus auf die Zürcherstrasse Ost oder die Ortsdurchfahrt Erzenholz. Die Umgestaltung des Bahnhofplatzes mit der erforderlichen Behindertengerechtigkeit werde bis 2021 erarbeitet, das Konzept Parkierung Innenstadt hingegen im Rahmen des Gesamtverkehrskonzeptes inklusive Parkleitsystem bis 2022. In Bearbeitung befindet sich derzeit auch das Forschungsprojekt IBH Lab unter anderem mit dem Konzept für Servicedienstleistungen und Finanzierungsmodelle, woraus die Quartieraustauschplattform «fürenand» hervorgegangen ist.

Zudem stehen mit der Projektplanung Bahnhof Plus (Entwicklung Stadtkaserne, Unteres und Oberes Mätteli) sowie dem Gesamtkonzept Kleine Allmend weitere wichtige Strategiepapiere vor nächsten Schritten. Andere Konzepte wiederum sind sistiert, wie etwa die Studie Gesundheitsregion.

Umsetzungsstand geht neu jährlich in den Gemeinderat

Für das von Fischer erwähnte Gesamtverkehrskonzept gelte es, die einzelnen Konzepte aufeinander abzustimmen und in einer sinnvollen Strategie zu bündeln, wie der Stadtrat schreibt. Zudem sollen neue Verkehrsmassnahmen entwickelt und diese je nach Verkehrsträger priorisiert werden. Als Beispiel dafür nennt der Stadtrat das 2017 abgeschlossene Stadtbus-ÖV-Konzept 2030.

Der in dieser Zeitung erwähnte und von Fischer aufgeschnappte «Masterplan Langdorf» komme einer Vertiefung respektive Konkretisierung des Masterplans der Stadt gleich. Bezüglich der Agglomerationsprogramme der ersten und zweiten Generation sowie ergänzt mit den Massnahmen aus dem Mobilitätskonzept 2030 erklärt sich der Stadtrat bereit, «den Umsetzungsstand in tabellarischer Form jährlich dem Gemeinderat zur Kenntnis vorzulegen».