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In der Frauenfelder Brotegg soll eine Alterssiedlung mit 33 Wohnungen entstehen

Die Erbengemeinschaft Frei plant in der Brotegg eine Alterssiedlung mit 33 Wohnungen. Das Vorhaben komme zur rechten Zeit, sagt die Bauherrschaft, denn im Quartier stehe ein Generationenwechsel an.
Stefan Hilzinger

Ein Bistro, ein Brunnen, ein gepflästerter Vorplatz und Nadelbäume: Das vom Zürcher Architekturbüro Wild, Bär, Heule am Computer entworfene Bild einer neuen Siedlung an der Ecke Brotegg- und General-Weber-Strasse strahlt dörfliche Idylle mit mediterranem Flair aus. Ganz im Sinne der Bauherrschaft, der Erbengemeinschaft Frei. Deren Sprecher Ulrich Frei sagt:

«Mit unserem Vorhaben wollen wir im Quartier einen Ort des Seelenfriedens schaffen.»

Noch bis heute Montag liegt das Baugesuch für eine Alterssiedlung mit total 33 Wohnungen beim Frauenfelder Hochbauamt öffentlich auf.
«Mit der Siedlung wird die Brotegg wieder das, was sie schon in unserer Kindheit war: Ein Quartiertreffpunkt», sagt Frei weiter.

Laut Baugesuch rund 14 Millionen Franken will die Familien-AG – an der alle Geschwister gleich beteiligt sind – in den Bau der drei Mehrfamilienhäuser stecken. «Wenn alles gut läuft, rechnen wir mit einem Bezug der ersten Wohnungen auf Januar 2021.» Das Projekt werde zum grössten Teil durch eine Winterthurer Pensionskasse fremdfinanziert. Die kalkulierten Mieten lägen etwas oberhalb des ortsüblichen Durchschnitts.

Grosses Interesse am Informationsanlass

Im vergangenen Herbst informierten die vier Brüder und die Schwester die Anwohnerschaft der näheren und weiteren Umgebung. «Weil das Interesse so gross war, mussten wir den Anlass kurzfristig in den Vortragssaal des Kantonsspitals verlegen», sagt Frei. 75 Personen hätten teilgenommen, und vom obersten Stock des Spitalhochhauses habe man eine gute Sicht auf die Parzelle mit dem ehemaligen Bauernhof.

So soll die Alterssiedlung in der Brotegg aussehen (Visualisierung: PD)

So soll die Alterssiedlung in der Brotegg aussehen (Visualisierung: PD)

Wohnhaus und Ökonomiegebäude, auf dem fünf Generationen Frei als Bauern wirkten, sollen abgerissen werden. In der Stube steht derzeit das Modell des Neubaus. An den Wänden hängen Pläne. Ulrich Frei zeigt auf Post-it-Zettel. «Die sind von ersten Interessenten.» Das Projekt komme zur rechten Zeit, sagt er, denn in vielen Einfamilienhäusern in Huben stehe ein Generationenwechsel an.

Markus Frei, der für die SP im Frauenfelder Gemeinderat sass, führte im ehemaligen Bauernhaus bis vor kurzem eine therapeutische Einrichtung für Suchtkranke. Nach einem Unfall stellte er sich aber die Frage, wie es weitergehen soll. Ulrich Frei sagt:

«Der erste Gedanke war, Hof und Land zu verkaufen.»

Doch dann merkten die Geschwister, dass sie vieles mitbringen, was ein Alterswohnprojekt benötigt: Ulrich ist Betriebswirtschafter, Markus bringt die soziale Seite mit, ein Bruder ist Arzt, einer Professor an der Uni St. Gallen, die Schwester Fachfrau Gesundheit. «Das Projekt ist quasi die Summe von uns allen.»

Noch weitere Wohnbauprojekte in Frauenfeld

In der Alterssiedlung Brotegg sind auch ein öffentliches Bistro und ein Mehrzweckraum geplant. Nebst den 33 Wohnungen sowie einer Tiefgarage steht den Mieterinnen und Mietern auch ein Wellnessbereich mit Sauna zur Verfügung. Das Vorhaben ist aktuell nur eines von vielen aufliegenden Wohnbauprojekten in Frauenfeld:
Die Häberlin-Architekten, Müllheim, wollen an der Ecke Laubgasse/Scheuchenstrasse eine Überbauung mit drei Mehrfamilienhäusern (total 19 Wohnungen) und sieben Reiheneinfamilienhäusern realisieren.

Die Firma P-Vision Immobilien, Frauenfeld, plant an der Reutenenstrasse und an der Talbachstrasse je ein Mehrfamilienhaus mit 12 Wohnungen. Die Immobilien Aemisegger AG, Frauenfeld, will am Kirchweg in Gerlikon zwei Mehrfamilienhäuser (total 12 Wohnungen) bauen. Und die Wohnbaugenossenschaft Sonnmatt ersetzt an der Schollenholzstrasse fünf Doppelhäuser durch drei Mehrfamilienhäuser (total 23 Wohnungen).

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