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In den Badis entstehen Trends

Trendsetter Badigäste: Übergrosse Gummitiere und Meerjungfrauenflossen sind derzeit angesagt in den Badis. Welche weiteren Trends sie diesen Sommer erkennen, erzählen die Bademeister.
Ines Biedenkapp
Rutschbahn in der Badi Hörnli in Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Rutschbahn in der Badi Hörnli in Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Auf einen Blick: Die Do's und Don'ts in Thurgauer Badis

Im Trend:

  • Aufblasbare Gummitiere in allen Formen und Farben
  • Rutschen
  • Erlebnisbecken mit Wassertieren oder Springbrunnen
  • Flossen von Meerjungfrauen
  • Stand-up-Paddle
  • Rücksicht nehmen
  • Schattenplätze auf der Wiese
  • Kleine Bälle wie Hacky Sacks

Das sollte man unterlassen:

  • Die Unterhose unter der Badehose tragen
  • Mit dem Paddle-Board durch Badezonen fahren
  • Die Gummitiere im Schatten ablegen und so anderen Badegästen den Platz wegnehmen
  • Heftigen Sonnenbrand
  • Kleine Kinder unbeaufsichtigt in die Badi lassen

Derzeit steigen die Temperaturen zeitweise auf über 30 Grad. Die Sonne scheint unablässig. Das Sommerwetter lockt viele Besucher in die Frei- oder Seebäder zwischen Bodensee und Hörnli. Vollbepackt mit Paddelbrett, aufblasbaren Gummitieren und Sonnencreme geniessen Kinder wie Erwachsene die Erfrischung im kühlen Nass. Doch welche Themen umtreiben die Thurgauer Bademeister?

Internet in der Badi

Während einige Badis in der Ostschweiz wie das St. Galler Lerchenfeld bereits kostenlosen Zugriff auf das Internet einführen, sind die Schwimmbäder im Thurgau zurückhaltend. «Wir brauchen das nicht», sagt Dominique Assire, Chefbademeister in der Badi Hörnli in Kreuzlingen. «Die Leute kommen ja hierher, um zu schwimmen.» Auch Andreas Frei, Leiter des Hallen-, Frei- und Sprudelbads in Frauenfeld, sieht keine Notwendigkeit für kabelloses Internet am Beckenrand: «Es ist auch gar nicht so einfach, die Zugänge für ein Schwimmbad zu bekommen.»

Das Schwimmbad in Arbon von oben. (Bild: Reto Martin)

Das Schwimmbad in Arbon von oben. (Bild: Reto Martin)

Ähnlich ergeht es den Amriswilern: «Das ist bei der Distanz einfach schwierig», sagt Bademeister Pascal Decurtins. «Ausserdem hat heute so ziemlich jeder ein Handy mit unbegrenztem Datenvolumen.» Eine Ausnahme ist da das Strandbad in Steckborn. Weil zur Badi eine Herberge sowie ein Camping- und Zeltplatz gehören, bietet Pächter Stefan Schlegel auch kostenloses Internet an: «Das gehört heutzutage einfach dazu. Allerdings geben wir den Zugang wirklich nur an über 18-Jährige heraus», betont er.

Unterhose unter der Badehose

Ein anderes Thema, das immer wieder diskutiert wird, sind die Hygienevorschriften und das tragen von Unterhosen unter den Badehosen. In einigen Badis wie in Weinfelden oder am Strandbad in Steckborn ist dies gar kein Thema. Dort ist den Bademeistern noch nichts dergleichen aufgefallen. Während das Team vom Hörnli streng dagegen vorgehen muss: «Es ist aus hygienischen Gründen nicht gut, die Unterhose unter der Badehose zu tragen», sagt Dominique Assire. Die Kinder und Jugendlichen werden aufgefordert, sich umzuziehen.

In Frauenfeld ist man sich allerdings nicht ganz sicher, was wirklich schlimmer ist: eine Kombination aus frischer Bade- und Unterhose oder die Badehose bereits zu Hause anzuziehen und damit durch die Stadt zu schlendern. «Es ist ein Modetrend, aber wir haben keine speziellen Regeln erlassen.» In Amriswil sieht man den Trend der Unterhosen am Abflachen. «Vor etwa zehn Jahren war es wesentlich schlimmer», sagt Bademeister Pascal Decurtins. «Heute sehen wir es nur noch gelegentlich.»

Trends entstehen im Schwimmbad

Doch was machen die Badegäste derzeit am liebsten? Während vor einiger Zeit die sogenannten «Fidget Spinner», auch Handkreisel genannt, ein absoluter Renner bei Kindern und Jugendlichen waren, spielen sie derzeit lieber mit kleinen Bällen oder aufblasbaren Gummitieren. «Übergrosse Tiere in allen Formen und Farben sind derzeit ein absoluter Renner», sagt Stefan Schlegel vom Strandbad Steckborn. «Mittlerweile sind es zu viele. Wir müssen unsere Gäste daher auch immer darauf aufmerksam machen, dass man diese lieber am Strand deponieren sollte und nicht auf der Wiese, damit andere Gäste auch noch Platz haben.»

Badi Hörnli in Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Badi Hörnli in Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Zu den Trends gehören derzeit auch die Paddle-Boards. «Jeder möchte das natürlich zeigen und ausprobieren», sagt Stefan Schlegel. Problematische Situationen ergeben sich, wenn man mit dem Paddel durch die Badezone fährt. Ein weiterer Trend sind Meerjungfrauenflossen, wie sie in Weinfelden zu beobachten sind: «Das hat in der letzten Zeit doch etwas zugenommen», sagt Nicole Naef von der Badi Weinfelden. In Amriswil ist dafür das neue Planschbecken mit seinen Wassertieren und der Rutschbahn sehr gefragt: «Das merkt man auch anhand der Besucherzahlen», sagt Bademeister Pascal Decurtins. «Bei Rutschen und Wasserspielen leuchten die Kinderaugen.»

Die Badi – kein Kinderhort

Doch neben all der Freude müssen die Bademeister auch immer wieder auf die kleinsten Badegäste aufpassen. Daher appelliert Andreas Frei von der Frauenfelder Badi an die Eltern, immer ein Auge auf ihre Jüngsten zu haben: «Man sollte die Kinder wirklich permanent beaufsichtigen. Denn man hat hierbei keine zweite Chance, den Moment rückgängig zu machen.»

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