In 112 Minuten gelingt der siegreiche Ausbruch: An der Schweizer Escape-Room-Meisterschaft in Frauenfeld kann sich das Team «Murphy's Law» den Sieg schnappen

Am Sonntagvormittag fand im «Houdini’s Quest» in Frauenfeld die «Escape Together Championship» statt. Zwei Räume voller Rätsel trennten die Finalisten vom Sieg.

Viola Stäheli
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Die Sieger der Escape-Room-Schweizer-Meisterschaft in Frauenfeld: das Team «Murphy’s Law».

Die Sieger der Escape-Room-Schweizer-Meisterschaft in Frauenfeld: das Team «Murphy’s Law».

(Bild: PD)

Ein Pokal in der Form einer grossen Sanduhr und eine mobile Rätselbox: Darum spielen die beiden Teams im «Houdini’s Quest» in Frauenfeld. Sie haben es geschafft, sich bis ins Finale der «Escape Together Championship» zu rätseln, der Escape-Room-Schweizer-Meisterschaft. Trotz dieses bereits ansehnlichen Erfolgs wurden die beiden Teams am Sonntagvormittag nochmals richtig gefordert. Während sich im ersten Durchgang das Team «Border Control» im Labor versuchte zurechtzufinden, tüftelte sich «Murphy’s Law» durch das Schlafzimmer der Frau des Entfesslungskünstlers Houdini.

Dominic Bernath, Geschäftsführer von «Houdini’s Quest sagt:

«Das sind die schwierigsten Räume, die wir haben.»
Das Team «Border Control» musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Das Team «Border Control» musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

(Bild: PD)

Ziel der beiden Teams ist es, die Rätsel so schnell wie möglich zu lösen, in jedem Fall unter einer Stunde, da der Raum ansonsten als ungelöst gilt. Nach einer Pause erfolgt ein Wechsel, damit die Ergebnisse vergleichbar sind.

Flüchte, wer kann!

Ein Team von bis zu sechs Personen versucht, innert einer Stunde durch Lösen von Rätseln aus einem Escape-Room auszubrechen. Dabei braucht es nicht nur gute Beobachtungsgabe, sondern auch Geschick im Kombinieren – und eine gute Zusammenarbeit in der Gruppe. Im Frauenfelder Houdini’s Quest stehen derzeit sechs Escape-Rooms zur Auswahl, vier weitere sind geplant. (vst)

Die Escape-Room-Schweizer-Meisterschaft findet zum zweiten Mal statt und wird vom Verein Escape Together organisiert, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Anbieter von Escape-Rooms in der Schweiz zu vernetzen. Bei der diesjährigen Meisterschaft haben 128 Teams mitgespielt – vergangenes Jahr waren es noch 72 Teams. «Vermutlich wird nächstes Jahr die Zahl weiter steigen, weil wir dann auch Anbieter im Tessin und der Westschweiz einbinden wollen. Bisher waren nur Anbieter aus der Zentralschweiz dabei», sagt Zohaib Burney, Präsident von «Escape Together».

An der Meisterschaft dürfen sich alle Teams anmelden, die eine Grösse von zwei bis sechs Mitgliedern haben. Die Namensgebung ist völlig frei. Zunächst erfolgen die Qualifikationsrunden, dann geht’s im

K.-o.-System bis ins Finale, das dieses Jahr in Frauenfeld durchgeführt wurde. Bernath von «Houdini’s Quest erklärt:

«Es muss relativ spontan entschieden werden, welche zwei Räume im Finale gespielt werden. Jede Gruppe kann einen Raum jeweils nur ein einziges Mal spielen.»

Der Frauenfelder Gastgeber hatte dieses Jahr Glück: Keines der Finalteams hatte dessen zwei schwierigste Räume bisher gespielt.

Am Ende siegte «Murphy’s Law» gegen «Border Control»: Sie hatten für die beiden Räume 112 Minuten gebraucht und waren damit 16 Minuten schneller als ihre Gegner. Beides sind Spitzenergebnisse, die wohl frühestens bei der nächsten «Escape Together Championship» geknackt werden.

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