Im zweiten Anlauf soll es mit der neuen Bettwieser Grüngutabfuhr klappen

Der Bettwieser Gemeinderat bringt das Traktandum Grüngutabfuhr erneut vor die Gemeindeversammlung, nachdem die Stimmbürger den Antrag im vergangenen Jahr abgelehnt hatten.

Roman Scherrer
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Blick aus nördlicher Richtung auf Bettwiesen.

Blick aus nördlicher Richtung auf Bettwiesen.

Bild: Olaf Kühne

Es scheint auf den ersten Blick ein wenig kontroverses Thema zu sein. Aber die Grünabfuhr sorgte vor knapp einem Jahr an der Bettwieser Gemeindeversammlung für eine rege Diskussion. Weil die Deponie in Lommis schliessen musste und ohnehin eine Änderung betreffend Finanzierung der Grüngutabfuhr fällig war, beantragte der Gemeinderat neu eine Bioabfuhr, welche der Zweckverbund Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) durchführen sollte.

Die 40 Fuhren jährlich sind zu viel und eine Bioabfuhr zu teuer, lauteten die Rückmeldungen. Zudem sprachen sich die Votanten dafür aus, die Grüngutabfuhr – wie bisher – durch die A. Wellauer GmbH aus Bissegg durchführen zu lassen. Der Bettwieser Gemeindepräsident Patrick Marcolin sagt:

«Diesem Wunsch sind wir nun nachgekommen.»

Er verweist damit auf die kommende Gemeindeversammlung vom 18. November, deren Traktandenliste das Thema wieder aufnimmt. «Im Gegensatz zum letzten Jahr wird zudem nicht eine Bio-, sondern eine reine Grüngutabfuhr beantragt.» Sollte der Souverän dem zustimmen, wäre die einzige Änderung zum Status quo die Verrechnung der Kosten, welche neu via Gebührenmarken erfolgen soll.

Gemeinderat will seine Entschädigung anpassen

Wenig spektakulär erscheint das Budget 2021, welches bei gleichbleibendem Steuerfuss von 49 Prozent und Einnahmen von rund 3,3 Millionen Franken ein Defizit von 30'900 Franken vorsieht. Etwas, das darin auffällt, ist jedoch der Punkt «Exekutive». Darunter will der Gemeinderat seine Entschädigungen anpassen. «Sie sollen vereinfacht und vereinheitlicht werden», erklärt Marcolin. «Denn bisher waren die Entschädigungen stark vom jeweiligen Ressort abhängig.»

Patrick MarcolinGemeindepräsident Bettwiesen

Patrick Marcolin
Gemeindepräsident Bettwiesen

Bild: PD

Eine kleine Erhöhung werde es wohl geben. «Aber es ist immer noch auf sehr bescheidenem Niveau», sagt Marcolin. Er schätzt die monatliche Entschädigung für ein Gemeinderatsmitglied mit der neuen Regelung auf 400 bis 500 Franken, betont aber gleichzeitig:

«Es hängt stark davon ab, wie viele Stunden die einzelnen Gemeinderäte für ihre Projekte aufwenden müssen.»

Auffällig sind auch die budgetierten Investitionen für das kommende Jahr. Sie sind mit 626'000 Franken fast doppelt so hoch wie im Vorjahr (360'000). Das Geld ist für mehrere kleinere Infrastrukturprojekte wie die Erneuerung von Werkleitungen und Strassenbeleuchtungen vorgesehen.

«Wir hatten in den vergangenen Jahren eher tiefe Investitionen», sagt Marcolin. Zudem habe man in diesem Jahr eine Zustandserfassung der Strassen durchgeführt, «für eine bessere Finanzplanung», wie der Gemeindepräsident erklärt.