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Im Unterthurgau durftet's nach Nordsee: Das Restaurant Kundelfingerhof geht wieder auf

Nach über zwei Jahren Umbau öffnet das Restaurant Kundelfingerhof in Schlatt wieder seine Türen. Der Chefkoch ist derselbe, das Konzept hat sich dagegen geändert. Neu sollen sich die Gäste wie an der Nordsee fühlen.
Rahel Haag
Geschäftsführer Martin Junker in der neuen Fischzucht des Kundelfingerhofs. (Bild: Andrea Stalder)

Geschäftsführer Martin Junker in der neuen Fischzucht des Kundelfingerhofs. (Bild: Andrea Stalder)

Im Innern stapeln sich Tische, Stühle und Geschirr. Drei Wochen vor der Wiedereröffnung des Restaurants Kundelfingerhof, herrscht Endspurt-Stimmung. Die Handwerker gehen geschäftig hin und her, erledigen die letzten Arbeiten. Am 8. Mai findet vorerst ein Soft-Opening statt. Die grosse Eröffnung geht dann ein paar Wochen später über die Bühne.

Impressionen vom Kundelfingerhof. (Bild: Andrea Stalder)

Impressionen vom Kundelfingerhof. (Bild: Andrea Stalder)

Auf dem Kundelfingerhof dreht sich alles um die eigenen Fische. Das wird auch in der Restaurantküche nicht anders sein. «Wir haben uns überlegt, wo Fischgerichte Tradition haben», sagt Geschäftsführer Martin Junker. Da seien sie auf die Nord- und Ostseeküste gestossen. Diese Region und deren kulinarische Spezialitäten dienen dem «Kundelfingerhof» künftig als Inspiration. Junker sagt:

«Kommt hinzu, dass es diese Art des Essens in der näheren Umgebung sonst nirgends gibt.»

Impressionen vom Kundelfingerhof. (Bild: Andrea Stalder)

Impressionen vom Kundelfingerhof. (Bild: Andrea Stalder)

Strandkörbe in der neuen Gartenwirtschaft

Auf der Speisekarte werden Forellen-Matjes, Backfisch und Friesischer Tee zu finden sein. «Zudem werden wir Fischbrötchen anbieten, wie es sie auf dem Hamburger Fischmarkt gibt», sagt Junker. Wer mag, kann dazu ein Astra, ein Hamburger Bier, geniessen. Das neue Konzept soll auch in der Gartenwirtschaft sichtbar werden.

«Dort stellen wir Strandkörbe auf.»

Darüber hinaus wurde der Aussenbereich vom grossen Hof an die Seite des Gebäudes verlegt. Dort sei es gemütlicher und den Gästen bietet sich der Blick auf einen der drei Fischerteiche.

Fische für Grossverteiler und für die Direktvermarktung

Bereits im Jahr 1915 wurden auf dem Kundelfingerhof die ersten Fischteiche zur Forellenzucht gebaut. Heute beliefert die Kundelfingerhof AG unter anderem die Grossverteiler Migros und Coop mit Fisch. «Vor allem jene Filialen in der Region», sagt Geschäftsführer Martin Junker. Zusätzlich gibt es einen Direktverkauf im Hofladen. Während früher Führungen durch die historische Fischzucht angeboten wurden, muss darauf in der neuen Fischzucht aus hygienischen Gründen verzichtet werden. Von April bis Oktober sind auch Fischer auf dem Kundelfingerhof willkommen. An den Samstagen findet jeweils ein beaufsichtigtes Fischen statt. Hierfür stehen drei Teiche zur Verfügung. (rha)

www.kundelfingerhof.ch

Das Restaurant Kundelfingerhof wird zu Beginn mit einem neuen fünfköpfigen Team starten. «Wobei nicht alle Vollzeit arbeiten werden», sagt Junker, «wir werden schauen, wie gross der Andrang ist». Ein bekanntes Gesicht bleibt dem Gastrobetrieb indes erhalten. Der Chefkoch Manfred Zilles, welcher bereits vor dem Umbau im Restaurant am Herd stand, kehrt zurück. «Er hatte uns bereits damals gesagt, dass er gerne wieder bei uns arbeiten würde.» Im Innern wird Altes wieder sichtbar. Manchenorts haben die Handwerker das Mauerwerk des ehemaligen Rinderstalls aus dem Jahr 1857 freigelegt.

«Sie waren hier teilweise mit der Zahnbürste am Werk.»

Impressionen vom Kundelfingerhof. (Bild: Andrea Stalder)

Impressionen vom Kundelfingerhof. (Bild: Andrea Stalder)

Mitten im Speisesaal steht zudem eine Waage, die ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert stammt. Auf dem Hof gebe es zahlreiche Utensilien dieser Art. «Das eine oder andere Objekt wollen wir nun restaurieren und in Szene setzen», sagt Junker.

Impressionen vom Kundelfingerhof. (Bild: Andrea Stalder)

Impressionen vom Kundelfingerhof. (Bild: Andrea Stalder)

Kosten im zweistelligen Millionenbereich

Nebst dem Restaurant wurde auch bei der Fischzucht Hand angelegt. Sie wurde verschoben und komplett neu gebaut. «Alles in allem beliefen sich die Kosten für den Umbau auf einen zweistelligen Millionenbetrag», sagt Junker. Genauer könne er es aktuell nicht sagen, es seien noch nicht alle Rechnungen eingetroffen. Finanziert wird das Unterfangen von Riccardo Polla, der den «Kundelfingerhof» vor sieben Jahren gekauft hatte.

Impressionen vom Kundelfingerhof. (Bild: Andrea Stalder)

Impressionen vom Kundelfingerhof. (Bild: Andrea Stalder)

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