Im Uesslinger Schulhaus sind neue WCs nicht gratis

Die Primarschulbehörde von Uesslingen-Buch budgetiert für kommendes Jahr ein Minus von rund 164000 Franken. Investiert wird in jeden einzelnen Schüler. Denn bei den Fördermassnahmen sind Mehrausgaben geplant.

Manuela Olgiati
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Die Schulbehörde: Simon Gabathuler, Irene Krapf, Präsidentin Vroni Diethelm, Karin Richiger und Kurt Müller. (Bild: Manuela Olgiati)

Die Schulbehörde: Simon Gabathuler, Irene Krapf, Präsidentin Vroni Diethelm, Karin Richiger und Kurt Müller. (Bild: Manuela Olgiati)

Unspektakulär verlief die Schulgemeindeversammlung vom Mittwochabend in der Turnhalle. In Windeseile waren die traktandierten Geschäfte durchgewunken. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der neuen IT-Infrastruktur konnte Präsidentin Vroni Diethelm nun über funktionstüchtige Geräte und Internetverbindungen an der Primarschule Uesslingen-Buch berichten. Diese wurden für einen bereits im Vorfeld genehmigten Betrag von 89 000 Franken aufgerüstet.

PH-Studenten geben Unterricht

Lehrerinnen informierten aus dem Schulalltag des Kindergartens und auf den Primarstufen über den erweiterten Förderpool. Für das individuelle, unterstützende Lernen für jedes einzelne Kind investiert die Schule höhere Förderbeiträge. Mehr Geld wird für Schulische Heilpädagogik, Logopädie, Pensenerhöhungen, Teamteaching, Unterrichtsassistenzen und einzelne Lektionen durch Studenten der PH Thurgau ausgegeben. Zu einem Elternabend wird am 13. März 2019 eingeladen. Die Familienexpertin Regula Lehmann referiert dann zum Thema «Stark durch Bindung und Präsenz». Präsidentin Diethelm erwähnte zudem die bevorstehende Schulevaluation durch den Kanton. Sie sagte:

«Das Wichtigste, was wir den Kindern beibringen können, ist lernen zu lernen.»

Es werde nächstes Jahr viel laufen im Ressort Liegenschaften, erklärte der Liegenschaftenverantwortliche Kurt Müller. Ein notwendiges Projekt in Sachen Schulrauminfrastruktur genehmigen die 30 Schulbürger einstimmig und ohne Diskussion mit einem Investitionskredit in Höhe von 850000 Franken für die Sanierung der sanitären Anlagen. Diese Massnahme sei dringend notwendig, sagte Müller. Die Liegenschaft von 1973 weise verschiedene Mängel auf, die Reparatur von Rohrbrüchen wegen durchgerosteter Leitungen und Kalkablagerungen würden nur unnötige Kosten verursachen. Mit den geplanten Ausgaben sollten Sanierungsarbeiten nun angegangen werden.

Bedarfsanalyse für Turnhalle im Budget

Die Schulbehörde werde in den nächsten Monaten die Zukunft der Turnhalle zum Thema machen, stellte der Liegenschaftenverantwortliche Kurt Müller den Anwesenden in Aussicht. Für eine Bedarfsanalyse der Turnhalle sind Kosten von 10000 Franken veranschlagt. Das Schulbudget für das kommende Jahr rechnet bei einem Aufwand von 1.769 Millionen Franken mit einem Minus von 164219 Franken. Der Steuerfuss soll bei 63 Prozent bleiben. Die Behörde rechnet für kommendes Jahr mit Steuereinnahmen von 1.49 Millionen Franken. Mit 69 Schülern und der steigenden Steuerkraft wird zudem ein Beitrag von 87406 Franken an den kantonalen Finanzausgleich budgetiert.