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Im Thurgau kommen die Schulsteuerfüsse in Bewegung

Etwa zwei Drittel der Verbandsmitglieder der Thurgauer Schulgemeinden folgten der Einladung des Vorstandes zur Herbstversammlung im Kloster Fischingen. Sie erhielten wichtige Informationen zum neuen Beitragsgesetz und zum Thema Schulleitungsfunktion.
Beat Brüllmann, Chef kantonales Amt für Volksschule, und Heinz Leuenberger, Präsident Verband Thurgauer Schulgemeinden. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Beat Brüllmann, Chef kantonales Amt für Volksschule, und Heinz Leuenberger, Präsident Verband Thurgauer Schulgemeinden. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

(red) Sein Ziel sei es, die Teilnahmequote an der Herbstversammlung weiter auf gegen 100 Prozent steigern zu können. Dies sagte Heinz Leuenberger, Präsident des Verbands Thurgauer Schulgemeinden. Dieses Jahren kamen etwa zwei Drittel der Verbandsmitglieder ins Kloster Fischingen.

Mit Blick auf den Schuljahresstart im Sommer beurteilt das Amt für Volksschule die Stellenbesetzung – im Gegensatz zu einigen anderen Kantonen – als weitgehend problemlos. Einzig im Kindergarten und bei den Schulleitungen zeichneten sich gewisse Schwierigkeiten ab, die aber im Kindergarten bei den vielen Teilzeitanstellungen durch moderate Erhöhungen gemildert werden konnten.

Weiter trug Amtsleiter Beat Brüllmann die Jahresziele 2020 vor, schreibt der Verband in einem Pressetext. Einige Stichworte dazu: Konzept Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, Q-Standards und Finanzierung der Musikschulen, Abschluss der Thematik Zeugnisse, Digitalisierung von Schule und Unterricht zusammen mit «Smarter Thurgau», wie umgehen mit fehlender Lehrberechtigung in Mangelbereichen, Homeschooling.

Steuererleichterung von gegen 18 Millionen Franken

Brüllman und Martin Schläpfer, Chef Finanzen beim Amt für Volksschule, erhielten die Gelegenheit, die Ausgestaltung und die vorhersehbaren Wirkungen des ab nächstem Jahr geltenden Beitragsgesetzes darzulegen. So werden neu die finanzstarken Schulgemeinden und der Kanton etwa hälftig den Pot füllen, mit dem die finanzschwachen Schulgemeinden unterstützt werden. Weiter ermöglicht die Neuerung, dass der Höchststeuerfuss für Schulen von 110 auf 102 Prozent gesenkt werden kann.

Durch die neue Gewichtung von Besoldung und übrigem Aufwand werden die Primarschulgemeinden und die Sekundarschulgemeinden ihre Steuerfüsse anpassen müssen. Dabei bleibt aber insgesamt tendenziell ein Steuersenkungspotenzial von bis zu zwei Prozent.

In der Verordnung wird neu das Lohnband für Schulleitungen von 125 auf 135 Prozent ausgedehnt. Zudem beträgt der Mehrklassenzuschlag neu 12,2 Prozent und die Besoldungsnebenkosten werden neu auf Zehntelprozente abgerechnet. Das ergibt insgesamt eine Steuererleichterung für Schulgemeinden von gegen 18 Millionen Franken, die vom Kanton ausgeglichen wird. Schläpfer bietet seine Unterstützung an für alle Schulbehörden, die für die spezifischen Auswirkungen Klärung brauchen.

Vorstandsmitglied Andreas Wirth, Leiter des Ressorts Finanzen, zeigt sich mit dem Erreichten seitens des Verbands Thurgauer Schulgemeinden zufrieden und bedankt sich bei den Vertretern des kantonalen Amtes für die Zusammenarbeit.

Neue Beschreibung des Berufsbilds Schulleitung

Ein zweiter Informationsschwerpunkt an der Versammlung war das Berufsbild Schulleitung. Die Arbeitsgruppenmitglieder Beat Brüllmann, Urs Schrepfer vom Verband und Lukas Leutenegger, neuer Präsident der Schulleiter Thurgau, vermittelten den Eindruck, dass eine gut brauchbare, erneuerte Beschreibung des Berufsbildes für Schulleitungen erarbeitet worden ist.

Das Ergebnis ist aber nicht eine Checkliste für Schulbehörden, mit welcher die Anforderungen an die eigene Schulleitung dargestellt werden könnte, heisst es in der Mitteilung. Es zeigt vielmehr den umfassenden Bereich und die Grenzen auf und fordert die Schulbehörden auf, für die eigenen Schulen die richtigen Schwerpunkte für ihre Schulleitungen in diesem Rahmen zu setzen.

Die statutarischen Geschäfte gingen zügig voran. Das Budget wurde mit einem leichten Vorschlag genehmigt. Eine wichtige Mitteilung war der Hinweis auf den am 27. November stattfindenden Anlass zur Charta 2040, an welchem über das neue Leitbild und die sich daraus ergebenden Massnahmen diskutiert werden soll.

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