Glosse

Im Thurgau kann man Ferien im Quarantänezelt machen

Mit ein paar Ergänzungen könnten die Bubble-Hotels von Thurgau Tourismus vielleicht zu keimfreien Räumen werden.

Larissa Flammer
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Das Bubble-Hotel bei der Kartause Ittingen.

Das Bubble-Hotel bei der Kartause Ittingen.

Bild: Reto Martin

Reisebüros machen harte Zeiten durch. Kaum jemand bucht zurzeit Ferien, zu unsicher ist die Weltlage aufgrund des Corona-Virus. Im Flugzeug ist die Ansteckungsgefahr gross, ausserdem haben verschiedene Gesellschaften ihre Flüge schon deutlich reduziert und fliegen gar nicht mehr alle Destinationen an. Die Angst dürfte auch bestehen, im Hotel unter Quarantäne gestellt zu werden, falls ein Gast oder Angestellter Symptome zeigt.

Larissa Flammer.

Larissa Flammer.

Bild: Reto Martin

Aber was soll man stattdessen in den Ferien unternehmen? Wohin reisen und wie dorthin kommen? Denkt man an eine sterile Umgebung, hat man schnell das Bild von aufblasbaren Plastikzelten mit Schleuse und Luftfilter im Kopf. Gibt es so etwas nicht auch im Thurgau? Natürlich: die Bubblehotels von Thurgau Tourismus.

Damit die mit Luft gefüllte Plastikkugel nicht in sich zusammenfällt, besteht ihr Eingang aus einer Schleuse. Auch wenn man zwischen den Türen nicht desinfiziert wird, bleibt so vielleicht der eine oder andere Keim draussen. Falls man die Luftzufuhr mit einem patenten Keimfilter ergänzen könnte, wäre das kleine, möblierte Zimmer wohl tatsächlich steril. Die Bubbles haben sogar ein Notaggregat, damit bei Stromausfall der Saft nicht ausgeht.

Also ein Grund mehr, in der Heimat Urlaub zu machen. Anreisen kann man anstatt mit dem Flugzeug per Velo, da ist auch der Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Menschen locker gewährleistet.

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