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Im Thurgau finden fast alle eine Lehrstelle

Die Lehrstellensituation im Thurgau ist zurzeit so gut, dass der Kanton sein Brückenangebot reduzieren kann. Das hat auch mit den neuen Integrationskursen zu tun.
Larissa Flammer
Ein Lehrling in der Konditorei. (Bild: Benjamin Manser)

Ein Lehrling in der Konditorei. (Bild: Benjamin Manser)

Der Kanton kann auf das nächste Schuljahr drei Klassen des Brückenangebots schliessen. «Dieses Jahr ist für Jugendliche gedacht, welche die Fähigkeiten mitbringen, eine eidgenössische Lehre zu machen. Sie brauchen einfach noch etwas mehr Zeit», erklärt Marcel Volkart, Chef des kantonalen Amts für Berufsbildung und Berufsberatung.

Marcel Volkart, Leiter Amt für Berufsbildung und Berufsberatung Thurgau. (Bild: Andrea Stalder)

Marcel Volkart, Leiter Amt für Berufsbildung und Berufsberatung Thurgau. (Bild: Andrea Stalder)

Der Hauptgrund für die Reduktion des Angebots ist die anhaltend gute Situation auf dem Lehrstellenmarkt, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte. Marcel Volkart ergänzt: «Im Sommer sind im Kanton noch knapp 400 Lehrstellen offen.» Da es einerseits weniger Schulabgänger gibt und diese andererseits fast alle auf Anhieb eine Lehrstelle finden, kann das Brückenangebot verkleinert werden. Das kann sich auch wieder ändern. «Der Regierungsrat ist offen dafür, das Angebot wenn nötig wieder aufzubauen», sagt der Amtsleiter.

Jugendliche mit mangelnden Deutschkenntnissen besuchen Integrationskurse

Die Integrationskurse, die der Kanton vor einem Jahr eingeführt hat, sind ein weiterer Grund für die aktuell sinkende Nachfrage. Jugendliche, die aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse auf Anhieb keine Lehrstelle finden, können sich jetzt dort auf eine Ausbildung vorbereiten und besuchen keine Brückenangebote mehr. Mit dem niederschwelligen Ausbildungsangebot, das der Thurgau auf diesen Sommer hin lanciert hat, hat die Reduktion des Brückenangebots nichts zu tun. Die beiden Angebote haben unterschiedliche Zielgruppen.

Momentan gibt es verteilt auf die drei Standorte Frauenfeld, Weinfelden und Romanshorn 21 Klassen mit je 12 bis 16 Jugendlichen. Es gibt drei verschiedene Klassentypen: allgemeine Berufswahl und Berufsfindung, praktische Arbeit und praktische Arbeit mit Schwerpunkt Hauswirtschaft. An jedem Standort wird nun eine Klasse gestrichen. In Romanshorn führt das zu einer Anpassung der Leistungsvereinbarung mit der «SBW Haus des Lernens AG», die das Brückenangebot im Oberthurgau im Auftrag des Kantons durchführt. Bereits vor zwei Jahren hat der Regierungsrat das Brückenangebot in Kreuzlingen gestrichen.

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