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Im Raum Rickenbach-Wil kommt es zu grösserem Stau

Bei den Autofahrern liegen die Nerven blank. Wer die Warnungen wegen der Sperrung für die Bauarbeiten nicht ernst genommen hat, stand am Donnerstag in langen Autoschlangen.
Hans Suter
Nichts geht mehr: Die Nerven der Autofahrer liegen blank. (Bild: Hans Suter)

Nichts geht mehr: Die Nerven der Autofahrer liegen blank. (Bild: Hans Suter)

Donnerstagmittag, kurz vor zwölf, alles eilt zum Mittagessen. Doch auf den Strassen rund um die Kreisel Freudenau und Wilfeld nahe der Autobahnzufahrt Wil und beim Sonnmatt-Kreisel beim McDonald’s an der Gemeindegrenze Wil-Rickenbach geht nichts mehr: stehende Kolonnen, so weit das Auge reicht.

Die Gründe: zum einen die Sperrung der Umfahrung Rickenbach in Richtung Toggenburg wegen Belagsarbeiten, zum anderen das Ignorieren der publizierten Stauwarnungen. Die Folgen: Verspätungen, blank liegende Nerven, Schimpfen und Fluchen. Das gleiche Bild zeigte sich bereits in den Morgenstunden während des Hauptberufsverkehrs und wiederholte sich am Donnerstagabend. Am Freitag und Samstag wird es kaum anders sein.

Auffallend ist, wie wenige Automobilisten während des langen Wartens den Motor abstellen; die Klimaanlage als Grund scheidet bei den meisten aus, da sie das Fenster geöffnet haben. Erstaunlich sind auch die grossen Abstände zwischen den Fahrzeugen und das träge Aufschliessen, was die Kolonne unnötig verlängert.

Beim Tiefbauamt ist man nicht überrascht

Beim kantonalen Tiefbauamt des Kantons Thurgau ist man wenig überrascht: «Die Erfahrung zeigt: Am ersten Tag der Umstellung ist das Chaos meist am grössten», sagt Projektleiter Marc Rudolf. Auch die Macht der Gewohnheit spiele eine nicht zu unterschätzende Rolle. Man fahre den gewohnten Weg und erinnere sich erst an die aussergewöhnliche Situation, wenn man im Stau stehe.

Um das Verkehrschaos und auch die Verspätungen beim öffentlichen Verkehr so gering wie möglich zu halten, stehen bis zu acht Personen im Verkehrsdienst. «Als Knackpunkt hat sich der Sonnmatt-Kreisel erwiesen», sagt Marc Rudolf. Dies auch, weil von Schwarzenbach her viel mehr Verkehr anrollte, als angenommen worden war. Durch Rickenbach selber hielt sich die Situation im Rahmen.

Arbeiten dauern bis Montagmorgen

Die grössten Rückstaus gab es bei den Ausfahrten der Autobahn A1, auf der Flawilerstrasse von Schwarzenbach her in Richtung Wilfeld-Kreisel und auf der Toggenburgerstrasse in Wil in Fahrtrichtung Rickenbach. «Beim Sonnmatt-Kreisel hatten wir zeitweise vier Personen für den Verkehrsdienst im Einsatz», sagt Erich Müller, Fachspezialist für Signalisation und Markierung beim Tiefbauamt des Kantons Thurgau. «Doch es hat in den Stosszeiten schlicht zu viele Fahrzeuge, Staus sind nicht zu vermeiden.»Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Montagmorgen um 5 Uhr. Bis dahin ist weiter mit Staus zu rechnen.

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