HC Thurgau: «Im Playoff beginnt alles von neuem»

Der Stürmer Léonardo Fuhrer ist einer von drei Spielern beim HC Thurgau, die vergangene Saison noch beim Playoff-Gegner HC Ajoie gespielt haben. Wie Joel Steinauer und Melvin Merola kennt er die Stärken und Schwächen des Qualifikationszweiten gut. Am Freitag um 19.45 Uhr beginnt die Viertelfinalserie gegen die Jurassier in Pruntrut.

Matthias Hafen
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Thurgaus Léonardo Fuhrer spielte zwei Jahre lang beim Playoff-Gegner Ajoie. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 2. Dezember 2018)

Thurgaus Léonardo Fuhrer spielte zwei Jahre lang beim Playoff-Gegner Ajoie. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 2. Dezember 2018)

Was war Ihre erste Reaktion, als der HC Ajoie als Playoff-Gegner feststand?

Léonardo Fuhrer: Es ging mir sehr viel durch den Kopf und ich hatte gemischte Gefühle. Ich habe beim HC Ajoie zwei sehr schöne Jahre verbracht, bevor ich auf diese Saison hin zum SC Rapperswil-Jona in die National League wechselte. Nun helfe ich beim HC Thurgau aus und will mit diesem tollen Team so weit wie möglich kommen. Mir wäre es recht gewesen, wenn es nicht zu dieser Playoff-Paarung gekommen wäre.

Beim HC Ajoie dominieren seit Jahren die beiden Franko-Kanadier Jonathan Hazen und Philip-Michael Devos das Spiel. Wie kann der HC Thurgau dieses Duo stoppen?

Jeder weiss, dass Ajoies Spiel zum grossen Teil von ihnen abhängt. Trotzdem ist es nicht so einfach, sie zu stoppen. Gerade wenn man mit ihnen zusammenspielt und nicht gegen sie, dann merkt man, wie gut sie wirklich sind.

Also haben auch Sie kein Rezept, wie Hazen und Devos aus dem Spiel zu nehmen sind?

Ich werde sicher versuchen, in der Vorbereitung das eine oder andere anzusprechen. Aber es bringt auch nichts, wenn ich jetzt zu jedem meiner Teamkollegen hingehe und sage, er solle das oder das probieren. Wir haben beim HCT ja auch ein erfolgreiches, gutes Spielsystem, an dem wir festhalten. Nur wegen Hazen und Devos dürfen wir das nicht über den Haufen werfen.

In dieser Saison setzte es für Thurgau gegen Ajoie lauter Niederlagen ab. Wie präsent ist das im Hinterkopf?

Im Playoff beginnt alles von neuem. Wir haben jetzt eine Woche Zeit, um uns gründlich auf die Viertelfinals vorzubereiten. Wichtig ist, gleich das erste Spiel im Jura zu gewinnen.

Sie spielen derzeit als Leihgabe des NLA-Clubs Rapperswil-Jona beim HC Thurgau. Werden Sie zum Playoff-Start am Freitag in Pruntrut überhaupt dabei sein?

Ich habe noch nichts Definitives gehört. Aber es ist sicher so, dass ich beim HC Thurgau effektiver eingesetzt werden kann als bei Rapperswil-Jona. Insofern gehe ich davon aus, dass ich das Playoff mit dem HCT bestreite. Aber ich will meine Chance in der höheren Liga natürlich nutzen, sobald sie sich ergibt.

Ausgerechnet Ajoie!

Der HC Thurgau trifft im Playoff-Viertelfinal ab dem 22. Februar auf den HC Ajoie. Darauf stimmt sich die Mannschaft von Trainer Stephan Mair mit einem 2:1-Auswärtssieg nach Verlängerung gegen Visp ein.
Matthias Hafen, Visp