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Im Thurgau entstanden 2017 über 1000 Hagelschäden - dreimal mehr als im Vorjahr

Die Gebäudeversicherung Thurgau verzeichnet für das Jahr 2017 eine deutliche Zunahme von Hagelschäden. 96 Prozent aller Schäden ereigneten sich am 2. August.
Sebastian Keller
Im Jahr 2017 verzeichnete die Gebäudeversicherung Thurgau 1051 Hagelschäden, im Jahr zuvor waren es 266. (Bild: Reto Martin)

Im Jahr 2017 verzeichnete die Gebäudeversicherung Thurgau 1051 Hagelschäden, im Jahr zuvor waren es 266. (Bild: Reto Martin)

Überflutete Keller, Strassen, ja sogar ein Feuerwehrdepot und eine Turnhalle unter Wasser: In den vergangenen Tagen richteten Unwetter in der Hauptstadt Frauenfeld grosse Schäden an. Wenn es nicht noch ärger kommt, finden diese Ereignisse wohl explizite Erwähnung im Geschäftsbericht der Gebäudeversicherung Thurgau (GVTG). Diese versichert Elementarschäden – und führt Buch darüber.

1051 Schadensfälle - 5,5 Millionen Franken Schaden

Im vergangenen Jahr sticht besonders die Zunahme von Hagelschäden hervor. Diese nahmen anzahlmässig um 300 Prozent zu. Die GVTG registriert 1051 Schadensfälle wegen Hagels (siehe Grafik); im Vorjahr waren es 266. Die Schadenssumme schoss in die Höhe. Schäden über 5,5 Millionen Franken lassen sich diesem Elementarereignis zuordnen. Und der allergrösste Teil der Schäden passierte gar an einem Tag. «Die hohe Anzahl Hagelschäden, nämlich 96 Prozent, sind auf das Unwetter vom 2. August 2017 zurückzuführen.» Das sagt Walter Baumgartner, GVTG-Direktor. Ausserordentlich heftige Niederschläge mit Hagel und starken Sturmwinden seien für zahlreiche und grosse Schäden verantwortlich gewesen.

Hagelschäden im Thurgau

Anzahl Fälle
201220132014201520162017Jahr050010001500

Stark getroffen hat es die Gemeinden am Untersee, wie diese Zeitung tags darauf berichtete. Die Bahnstrecke zwischen Eschenz und Steckborn war gesperrt, ebenso die Hauptstrasse. Einwohner waren damit beschäftigt, Spuren des Unwetters aus ihren Zufahrten zu beseitigen. Zahlreiche Bäume fielen dem Unwetter zum Opfer stand.

Viel mehr Blitzschläge als im Vorjahr

Zugenommen hat laut Geschäftsbericht auch die Anzahl Blitzschläge: 2017 wurden 198 solche Feuerschäden verbucht, im Vorjahr waren es 51. Dazu sagt Baumgartner: «Die Zunahme in der Kategorie Blitzschlag ist ebenso auf die unberechenbaren Wetterlagen mit häufig auftretenden Sommergewittern zurückzuführen.» Gewitterphänomene wie Blitz und Hagel sind schwierig vorherzusagen, selbst für Experten. So kann Meteo Schweiz zwar für den nächsten Tag sagen, dass ein Gewitter im Anmarsch ist, aber nicht, wo es sich genau entlädt. Die Strategie dagegen: Es wird grossflächig gewarnt, obwohl Gewitter kleinräumige Phänomene sind.

Blitzschläge im Thurgau

Anzahl Fälle
201220132014201520162017Jahr050100150200

Besonders anfällig auf Hagel sind Storen. Deshalb promoten Gebäudeversicherungen und SRF Meteo ein automatisches Steuerungssystem. Im Thurgau konnte die GVTG laut Geschäftsbericht bereits zehn Grossbauten ausstatten. Baumgartner sagt, dass das System etwa bei grösseren Gewerbe- und Bürogebäuden sowie öffentlichen Gebäuden realisiert wurde. Es funktioniert wie folgt: Storen, die mit dem System ausgestattet sind, werden bei einer Hagelwarnung mittels Signal automatisch eingefahren. Ist der Hagelzug vorbei, bewegt ein zweites Signal die Storen wieder in die ursprüngliche Position. «Die Störensteuerung bietet einen optimalen Hagelschutz», sagt Baumgartner.

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