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Im Frauenfelder Gemeinschaftsgarten endet die Saison mit einer Kürbisschwemme

Die ersten acht Monate im grossen Frauenfelder Gemeinschaftsgarten am Kanalweg waren fruchtbar. Der Verein wuchs weiter. Auf kommendes Jahr werden die Anbauflächen vergrössert.
Mathias Frei
Die fröhlichen Gärtner in der Herbstsonne, darunter Projektleiterin Katharina Portmann (rote Mütze) und OGiF-Vereinspräsidentin Fiona Käppeli mit grünem Stirnband. (Bild: Mathias Frei)

Die fröhlichen Gärtner in der Herbstsonne, darunter Projektleiterin Katharina Portmann (rote Mütze) und OGiF-Vereinspräsidentin Fiona Käppeli mit grünem Stirnband. (Bild: Mathias Frei)

Über 200 Kürbisse waren es schliesslich. So viel konnte geerntet werden. Das letzte orangefarbene Gemüse lag vergangenen Samstag zum Mitnehmen bereit. Die etwa 60 aktiven Gärtnerinnen und Gärtner müssen einen tiefgrünen Daumen haben, dass auf den 4500 Quadratmetern am Kanalweg alles so gut gedeiht, wie es im kürzlich zu Ende gegangenen ersten Gartenjahr durchs Band der Fall war. So erstaunt es kaum, dass Gartenkoordinatorin Katharina Portmann eine überaus positive Bilanz zieht über die erste Saison im massiv vergrösserten Gemeinschaftsgarten des Vereins «Offenes Gärtnern in Frauenfeld» (OGiF).

Rund um den Gemeinschaftsgarten wächst es aber auch in anderer Hinsicht. OGiF zählt nebst den 60 Aktiven mittlerweile weitere 80 Passivmitglieder. Bereits vergangenen Juli waren alle Beete vergeben.

«Wir erweitern deshalb den Garten auf kommendes Jahr um zwei grössere Flächen. »

Das erklärt Katharina Portmann. So soll es 2020 neue Beete für bis zu 20 zusätzliche aktive Gärtner geben. «Jetzt wäre der beste Zeitpunkt, um sich für ein neues Beet anzumelden.» Es gilt das Prinzip: «De Gschneller isch de Gschwinder.»

Blick auf die ausgeschiedene Blumenzone im Gemeinschaftsgarten. (Bild: Mathias Frei)

Blick auf die ausgeschiedene Blumenzone im Gemeinschaftsgarten. (Bild: Mathias Frei)

Als Aktivmitglied hat man aber nicht nur Anrecht auf ein Beet, sondern auch Pflichten. Erlaubt ist nur organischer Dünger, angepflanzt werden Gemüse, Früchte und Kräuter. Zudem ist die Teilnahme am monatlichen Gartensamstag verpflichtend.

Aufräumen, Gründünger, Beete abdecken

«Die aktiven Gärtnerinnen und Gärtner haben sehr diszipliniert mitgearbeitet», freut sich Portmann. Auch in der kalten Jahreszeit könne zwar noch diverses Wintergemüse geerntet werden, aber das aktive Gärtnern gehe nun zu Ende. «Wir räumen den Garten auf, bringen Gründünger aus und decken dann die Beete ab», sagt Gartenkoordinatorin Portmann. Man habe in dieser ersten Saison viele Erfahrungen sammeln können, die im kommenden Jahr zur Anwendung kommen. Zum Beispiel soll es Zucchettis nur noch in den gemeinschaftlichen Beeten geben. Heuer wurde man nämlich überschwemmt mit dem grünen Gemüse.

Zufrieden wirkende Gärtnerinnen. (Bild: Mathias Frei)

Zufrieden wirkende Gärtnerinnen. (Bild: Mathias Frei)

«Und wir werden die Setzlinge und das Saatgut gestaffelt ausbringen, damit wir auch gestaffelt ernten können.»

Das sagt Portmann. Damit man nicht auf einen Schlag eine riesige Ernte hat und danach nichts mehr. Weiter konnten die Gärtner in Zusammenarbeit mit dem Natur- und Vogelschutzverein eine Wildhecke realisieren, die Kleingetier anlocken soll. Dasselbe Ziel hat die neue Amphibienburg auf dem Areal.

www.offenesgaertnerninfrauenfeld.com

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