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Kandidat fürs Gemeindepräsidium Dani Kirchmeier: Im Dienste seines Thundorf

Seit zwölf Jahren sitzt Dani Kirchmeier im Gemeinderat und kandidiert nun fürs Gemeindepräsidium. Für die Herzensangelegenheit ist der 60-Jährige aber zuerst noch auf die Kündigung seines Sohnes angewiesen.
Samuel Koch
Dani Kirchmeier in der Werkstatt seiner Schaltanlagen AG in Aufhofen. (Bild: Samuel Koch)

Dani Kirchmeier in der Werkstatt seiner Schaltanlagen AG in Aufhofen. (Bild: Samuel Koch)

Gewählt ist er noch nicht. Trotzdem dürfen die Thundorferinnen und Thundorfer zumindest ein bisschen Prophet spielen, denn mit dem bisherigen Gemeinderat Dani Kirchmeier stellt sich für die Wahlen am 10. Februar genau ein Kandidat fürs Gemeindepräsidium und damit für die Nachfolge des nach acht Jahren zurücktretenden Alois Hersche auf. «Gewählt bin ich noch nicht», sagt der 60-jährige Kirchmeier im Pausenraum seiner Kirchmeier Schaltanlagen AG in Aufhofen, die er seit Jahrzehnten führt.

Die politische Karriere und den Sprung in ein Gemeindepräsidium konnte sich Dani Kirchmeier nie so richtig vorstellen. Er rückte vor zwölf Jahren nach Anfrage des Gewerbevereins in den Gemeinderat nach. Zuvor engagierte er sich acht Jahre als Kirchenpfleger. Dass er nun fürs Gemeindepräsidium kandidiert, verdankt der zweifache Familienvater primär seinem Sohn Daniel, der seine aktuelle Stelle kündigt und die Firma seines Vaters sukzessive übernehmen wird.

«So kann ich das 50-Prozent-Pensum bei der Gemeinde und das Geschäft gut unter einen Hut bringen», meint Kirchmeier, den die Thundorfer wegen der namenstechnischen Verwechslungsgefahr mit seinem Sohn Daniel liebevoll Dani nennen.

Spezialisiert auf Anlagen in der Schwimmbadtechnik

Kirchmeier ist ein Thundorfer durch und durch. Er ist im Dorf aufgewachsen, drückte zunächst in der 1400-Einwohner-Gemeinde im Tuenbachtal die Schulbank, später an der Oberstufe in Halingen, ehe die Ausbildung zum Elektromonteur folgte.

Bis er 1990 seine eigene Firma gründete und diese nach Thundorf zügelte, arbeitete er für Arthur Bühler in Frauenfeld – dessen Tochter Jacqueline Müller ist heute Gemeindepräsidentin in Pfyn. Kirchmeier, der mittlerweile sechs Angestellte beschäftigt und Aufträge aus der ganzen Schweiz ausführt, sagt:

«Das Geschäft läuft gut, wir sind spezialisiert auf Schaltanlagen in der Schwimmbadtechnik.»

Für sein Thundorf stehen in Zukunft mit der Zonenplanrevision oder dem Windpark grössere Herausforderungen bevor. Zu letzterem sagt Kirchmeier:

«Wir dürfen uns nicht verschliessen und zu allem schon von Anfang an Nein sagen.»

Er habe zuletzt generell festgestellt, dass Egoismus einzelner Bürgerinnen und Bürger gegenüber einem Gesellschaftssinn Vorrang geniesse. «Das ist schade», meint Kirchmeier. Trotzdem gibt er sich zuversichtlich. «Im Dorf sprechen wir noch miteinander und können so Verfahren auch mal etwas abkürzen.»

Mit Zweispänner quer durch ganz Europa

In seiner Freizeit pflegt Dani Kirchmeier zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter Pferde und Ponys. «Ich bin früher 15 Jahre lang Zweispänner gefahren und damit durch ganz Europa gereist», meint Kirchmeier, der sich x-facher Ostschweizer Meister nennen darf und an Schweizer Meisterschaften schon Podiumsplätze erlangte.

«Obwohl ich damals komplett am Dorf vorbeigelebt habe, war das eine sehr spannende Zeit, in welcher ich viel Neues erlebte und auch meine Frau kennen lernte.»

Später verbrachte er mit seiner Familie oft Zeit beim Campen in einem Wohnwagen im Tessin. «Und jedes Jahr gehe ich noch gerne auf Reisen oder in die Berge Skifahren», meint Dani Kirchmeier.

Von seinem Vorgänger Alois Hersche spricht Kirchmeier ausschliesslich positiv: «Er ist ein Chrampfer und stiller Schaffer im Hintergrund, der nie ausgerufen hat.» Er selber, meint Kirchmeier, könne gerade in seiner Werkstatt schon einmal impulsiv werden. «Dafür kann ich gut zuhören und bin nicht nachtragend.»

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