Ihr Sound muss die Frauenfelder Rock-Band Kryffo nicht mehr berühmt machen

Auf dem kürzlich erschienen Mini-Album «2» der Frauenfeld Band Kryffo ist zeitloser Melodic-Rock zu hören.

Mathias Frei
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Kryffo temporär zu viert: Michel Tiefenbacher, Michael Siegenthaler, Andreas Mensch und Christian Langenegger.

Kryffo temporär zu viert: Michel Tiefenbacher, Michael Siegenthaler, Andreas Mensch und Christian Langenegger.

Bild: PD/Beni Blaser

Wer eingängige Rock-Musik aus der Prä-Coronazeit hören will, ist bei der Band Kryffo aus Frauenfeld richtig. Seit kurzem ist das zweite Mini-Album, die EP «2», draussen – nach dem Kryffo-Erstling aus dem Jahr 2009. Vorerst sind die fünf Songs auf «2» aber nur digital verfügbar. Wie Bassist Michael Siegenthaler erklärt, ist die EP in einen Monat auch als CD und auf Vinyl verfügbar. «Wir lassen je rund hundert Exemplare pressen, für unsere grössten Fans.»

Kryffo besteht schon seit den Nullerjahren, gegründet von Michel Tiefenbacher (Gesang, Gitarre), Christian Langenegger (Gitarre) und Siegenthaler. Das Trio kennt sich aber schon ungleich länger, teils seit der Schulzeit. Anfang der 2010er-Jahre wanderte Tiefenbacher berufsbedingt für einige Jahre nach Schweden aus, die Band wurde auf Eis gelegt. Siegenthaler und Langenegger kamen daraufhin bei Kingfisher wieder zusammen. Daneben spielten Kingfisher-Frontmann Ronny Stutz und Siegenthaler bei The Barkin’ Birds zusammen. Irgendwie jeder mit jedem. Wobei die heutigen musikalischen Silberrücken schon früher keine Groupies hatten, wie Siegenthaler einmal dieser Zeitung verriet. Vielmehr sei eine Band auch Mittel zum Selbstzweck.

«Damit es kein Burnout gibt.»

Songs aus der Zeit vor der Pandemie

Jedenfalls zog es Tiefenbacher vor drei Jahren aus Skandinavien zurück in die Schweiz. Und Kryffo ward wieder zum Leben erweckt. Neu war nebst den Gründungsmitgliedern Andreas Mensch am Schlagzeug mit von der Partie. Zu viert haben sie vergangenen September bei Sascha Spiegel in Mattwil fünf Songs aufgenommen. Diese stammten teils noch aus den Nullerjahren, sagt Siegenthaler.

«Die EP war ein Projekt für uns als Band. Wir müssen damit nicht mehr berühmt werden.»

Grossteils war Tiefenbacher für das Songwriting zuständig, wiederum zeichnete Siegenthaler für die Texte verantwortlich.

Schlagzeuger Andreas Mensch hat sich mittlerweile wieder anderweitig orientiert. Tiefenbacher sitzt dafür auch am Keyboard. Im Sinne von «Reduce to the Max» arbeite man neu wieder im Ursprungstrio an den Songs. Wie das klingt, kann man sich am 20.Juni auf Schloss Arenenberg am Fete de la Musique oder am 7.August am Eisenwerk-Sommerloch in Frauenfeld anhören, wenn Corona dann will.

Download der EP «2»: kryffo.bandcamp.com und music.apple.com/de/album/kryffo-2-ep

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