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IG Schmetterling: «Ein Tunnel allein reicht nicht»

Stadtentlastung Frauenfeld: Der Stadtrat zieht den Vorstadttunnel der Variante unter der Rheinstrasse vor. Obwohl ihr Vorschlag nicht in die Kränze gekommen ist, stellt sich die IG Schmetterling hinter diesen Entschied – fordert aber mehr Entlastung.
Mathias Frei

Die IG Schmetterling nimmt es sportlich – und setzt sich nun, wie Bruno Stäheli sagt, mit gleich viel Engagement für die zweitbeste Variante ein. Weil sie konsensfähig sei. «Aber der Vorstadttunnel allein reicht noch nicht», meint Stäheli zur Linienführung unter der Vorstadt Richtung Schweizerhofkreisel. Es brauche unbedingt umfangreiche flankierende Massnahmen, um die Entlastungswirkung zu steigern.

Der Frauenfelder Architekt brachte im Herbst 2014 seine Idee eines innerstädtischen Tunnels ins Gespräch – zur Verkehrsentlastung und -verlagerung unter den Boden. Stähelis Pläne für den Schmetterling sahen ein unterirdisches Nord-Süd/Ost- West-Kreuz vor: ein neues Tunnelportal in der St.Gallerstrasse auf Höhe Marktplatz, unter dem Rathausplatz und der Rheinstrasse durch Richtung Bahnhofstrasse, auf Höhe Schlossberg ein zweiter unterirdischer Kreisel. Statt vom Schmetterling ist heute offiziell von der Variante 18 die Rede. Stadt und Kanton nahmen die IG um Stäheli ernst, der Schmetterlingstunnel wurde als eine von sieben machbaren Varianten taxiert (siehe Kasten). Letztlich kam der Schmetterling aber nicht in die Ränge. Der Stadtrat zieht den Vorstadttunnel (Nummer 20) dem Schmetterling (18) als Bestvariante vor.

Stolze Wegbereiter für die Tunnelidee

Damit können die Schmetterlinge leben. Sie seien keineswegs enttäuscht, sondern vielmehr ein wenig stolz, dass der Schmetterling so viel Aufmerksamkeit bekommen und möglicherweise der Tunnelidee an sich den Weg geebnet habe, sagt FDP-Gemeinderätin Andrea Ferraro, die auch der IG angehört. Und der Sache wegen stellen sich die Schmetterlinge nun «voll und ganz» hinter die stadträtliche Bestvariante, den Vorstadttunnel. Denn es sei wichtig, dass möglichst viel Verkehr unter den Boden gehe, sagt Mit-Schmetterling Heinz Halter. Das spiele für den ÖV und Langsamverkehr Räume frei und führe zu mehr Lebensqualität.

Die Bürgergruppe Schmetterling: Bruno Stäheli, Jürgen Krotzinger, Andrea Ferraro, Cinzia De Martin, Heinz Halter, Jörg Ackermann.

Die Bürgergruppe Schmetterling: Bruno Stäheli, Jürgen Krotzinger, Andrea Ferraro, Cinzia De Martin, Heinz Halter, Jörg Ackermann.

Stäheli gibt zu: «Der Schmetterling hat zwei, drei Knackpunkte. » Sein Vorschlag wurde als baulich komplex beurteilt und ist auf den ersten Blick am teuersten. Aber er sagt auch: «Die Effizienz des Vorstadttunnels muss noch gesteigert werden.» Nur so könne der Stadtrat in der Bevölkerung den nötigen Good-Will für das Generationenprojekt schaffen. Halter fordert, dass der Rathausplatz um mindestens 70 Prozent entlastet werde vom Verkehr. Der Vorstadttunnel sei das Mittel zu diesem Zweck, sagt IGMitglied Jürgen Krotzinger.

Letzte Tage der Vernehmlassung

Noch bis diesen Freitag, 18.Mai, läuft die öffentliche Vernehmlassung in Sachen zentrumsnaher Stadtentlastung in Frauenfeld. Auf der Website www.stadtentwicklung- frauenfeld.ch kann ein Formular runtergeladen werden. Dieses kann man digital ausfüllen und per Mail retournieren oder auch ausdrucken, handschriftlich ausfüllen und per Post schicken. Im Zentrum der Fragestellung stehen die sieben Linienführungen, die Stadt und Kanton vergangenen Herbst im Rahmen einer Machbarkeitsstudie präsentiert haben. Dabei handelt es sich um drei oberirdische Varianten von Süden nach Westen, zwei Ober-/ Unterirdisch-Varianten ebenfalls von Süden nach Westen sowie zwei Stadttunnel-Varianten von Süden nach Norden respektive Osten. Der Stadtrat hat mittlerweile den Vorstadttunnel als Bestvariante auserkoren. Gleichwohl bleiben die anderen Linienführungen noch im Rennen. Bis Ende 2019 soll ein Vorprojekt stehen.

Flächendeckend Tempo 30 und Einbahn

Konkret schlägt Stäheli im Stadtzentrum flächendeckend Tempo 30 vor. Als nicht weniger wichtig erachtet er ein Einbahn-Verkehrsregime. Nur so könne sichergestellt werden, dass aus dem Rathausplatz kein Schleichweg werde. Ziel sei, dass man mit dem Auto nur noch dann in die Innenstadt fahre, wenn man unbedingt müsse. Und diese flankierenden Massnahmen müssten unbedingt schon im Vorprojekt enthalten sein, ist man sich bei der IG Schmetterling einig. Nur auf flankierende Massnahmen zu setzen, hält Stäheli für zu wenig wirkungsvoll. «Chrampfe&Hirne und die Grünen halten krampfhaft an alten Klischees fest», sagt er. Und Andrea Ferraro meint: «Wichtig ist die Einsicht, dass eine Stadtentlastung eine Investition in die Zukunft ist.»

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