Frauenfelder Regisseur belegt den zweiten Platz am Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb: «Ich wusste, dass ‹Cat Noir› gut im Rennen liegt»

Der 37-jährige Frauenfelder Regisseur O’Neil Bürgi hat mit seinem Animationsfilm «Cat Noir» am 8. Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb den zweiten Platz erreicht. Der Film handelt von einem Mann, der sich das Leben nehmen möchte, nachdem ihn seine Frau verlassen hat. Einzige Zeugin seiner Verzweiflung ist die schwarze Hauskatze.

Rahel Haag
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O’Neil Bürgi ist Filmregisseur und Gestalter. (Bild: PD)

O’Neil Bürgi ist Filmregisseur und Gestalter. (Bild: PD)

Haben Sie erwartet, dass «Cat Noir» prämiert wird?

Filmfestivals und Wettbewerbe sind unberechenbar. Da spielen viele Faktoren mit. Aber nach über 40 Festivals und sechs internationalen Auszeichnungen, wusste ich, dass «Cat Noir» gut im Rennen liegt.

Wie gross ist die Freude über diesen zweiten Platz?

Ich und mein Team freuen uns sehr über die Anerkennung. Wir haben alle hart für dieses Projekt gearbeitet. Für mich ist es die erste Schweizer Auszeichnung für einen Film, und auch etwas Besonderes, weil ein Teil meiner Wurzeln in der Ostschweiz liegt.

Weshalb hat sich die Jury für «Cat Noir» entschieden?

Das ist mir leider nicht bekannt, aber ich hoffe, das bald herauszufinden. (lacht)

Wie hat das Publikum auf «Cat Noir» reagiert?

Die Spannung war im Kino bis zum Schluss spürbar. Es ist für jeden Filmemacher befriedigend, wenn die Zuschauer im richtigen Moment lachen oder staunen. Und das Beste für mich: Die Pointe funktioniert in Italien, Polen, Deutschland, den USA – oder wie sich jetzt eben gezeigt hat auch in der Schweiz. (lacht)

Wie hat Ihnen der Anlass in St. Gallen gefallen?

Es war ein interessanter Wettbewerb mit spannenden Nominationen in allen Kategorien. Vor allem hat es mich gefreut, dass meine ehemalige Kommilitonin Morena Barra den Anerkennungspreis für ihren Film «mach mich fliegen» erhalten hat.

Wo wird «Cat Noir» sonst noch gezeigt?

«Cat Noir» wurde kürzlich beim Internationalen Kurzfilmfestival in Berlin gezeigt. Vor 800 Zuschauern auf der renommierten Volksbühne. Demnächst steht das London International Animation Festival an, welches in diesen Tagen stattfindet – und zum Jahresausklang besucht meine schwarze Katze Indien.

Frauenfeld: Eine schwarze Katze macht Karriere

Am Donnerstagabend zeigt das Cinema Luna als erstes Schweizer Kino um 20 Uhr den Animationsfilm «Cat Noir» des 37-jährigen Frauenfelder Regisseurs O’Neil Bürgi als Vorfilm von «Wolkenbruch». Der rund sechsminütige Kurzfilm handelt von einem Mann, der sich das Leben nehmen möchte, nachdem ihn seine Frau verlassen hat. Einzige Zeugin seiner Verzweiflung ist die schwarze Hauskatze.
Rahel Haag