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Besitzer des Deponiebergs in Warth-Weiningen: «Ich versuche alles, um eine gute Lösung zu finden»

Die Gemeinde Warth-Weiningen will für fast eine Million Franken Teile eines Deponiebergs abtragen lassen. Dessen Eigentümer Roland Geiges meint, dass 95'000 Franken reichen würden.
Rahel Haag
Aus der Distanz wird deutlich, wie gross der Berg tatsächlich ist. (Bild: Andrea Stalder)

Aus der Distanz wird deutlich, wie gross der Berg tatsächlich ist. (Bild: Andrea Stalder)

Roland Geiges sitzt am Esstisch. Der Eigentümer des Deponiebergs schliesst die Augen, hebt gleichzeitig die Brauen. «Die Sache ist kompliziert», sagt er, «aber ich will eine Lösung finden, die für die Gemeinde kostenneutral ist.» Es scheint, als würde das ganze Gewicht des schlummernden Riesen auf seinen Schultern lasten.

«Ich bin kein Engel.» Geiges schüttelt den Kopf. Dass er aber nichts gemacht habe, stimme nicht. Die Gemeinde habe ihm, «inklusive Fristverlängerung», einen Zeitraum von knapp einem Jahr eingeräumt, um das Material ausserhalb des zulässigen Bereichs abzutragen. «Die Zeit hat aber schlicht nicht gereicht.» Er zuckt mit den Schultern.

Im August 2017, er sei mittendrin gewesen, habe die Gemeinde einen Baustopp verhängt. «Es hiess, wenn ich noch eine Stunde länger arbeiten würde, käme die Polizei.» Geiges zuckt mit den Schultern. Bis dahin hatte er bereits 20'000 Kubikmeter abgetragen und in ein Zwischenlager auf dem Abbaugebiet verschoben. Die Gemeinde hatte gefordert, dass 26'000 Kubikmeter abgetragen werden. «Hätten sie mich weitermachen lassen, wäre ich innert 14 Tagen fertig gewesen.» Wieder schliesst er die Augen.

Geiges reichte eine eigene Offerte ein

«Ich wäre sofort bereit, eine konstruktive Lösung zu suchen.» Geiges nickt. Auch, dass die Gemeinde geltendes Gesetz durchsetzen müsse, begreife er. Dass sich die Gemeinde für eine Offerte über 900'000 Franken entschieden hat, kann er indes nicht verstehen. «Es müsste doch möglich sein, dass ich die Arbeit selber übernehmen kann», sagt er. Dann müsste die Gemeinde das Geld auch nicht vorschiessen, nur um es anschliessend wieder bei ihm einzutreiben.

Aus diesem Grund habe er selber auch eine Offerte für den Abtrag seines Deponiebergs eingereicht. Sein Kostenvoranschlag habe sich nur auf rund 95'000 Franken belaufen. «Und das ist nicht auf meinem Mist gewachsen.» Geiges Augen weiten sich. Er habe hierfür ein Ingenieurbüro engagiert. «Ein neutrales, das bisher noch nicht in die Sache involviert war.»

Den Preisunterschied begründet er damit, dass er in seiner Variante auf Massnahmen für eine Stabilisierung des verbleibenden Deponiebergs verzichtet habe. «Zudem müssten bei meiner Variante nur 12'000 und nicht wie von der Gemeinde berechnet 34'000 Kubikmeter abgetragen werden», fügt er an.

Nach der Ablehnung Einsprache erhoben

Er wünsche sich eine «normale und günstige» Lösung. Seine Offerte sei von der Gemeinde mit der Begründung abgelehnt worden, dass er sie zu spät eingereicht habe. Er hebt den Zeigefinger. An einem Freitag sei die Frist abgelaufen. An eben jenem Freitag habe er sie abgeschickt, am darauffolgenden Montag sei sie bei der Gemeinde eingetroffen. Geiges sagt:

«Ich bin davon ausgegangen, dass der Poststempel massgebend ist.»

Deshalb habe er Einsprache erhoben. Er zuckt mit den Schultern. «Ich versuche alles, um eine gute Lösung zu finden.» Vor allem wünsche er sich, dass sich die Sache «nicht noch um Jahre» verzögert. Das Problem bestehe schon seit 2013. «Jetzt haben wir 2018.» Geiges schüttelt den Kopf. Was ihn besonders ärgert: In diesem Jahr, ja «Jahrhundertsommer», habe er nichts machen dürfen. Das Wetter wäre für diese Art von Arbeit optimal gewesen. «Man hätte die Sache endlich erledigen können.» Wieder schliesst Geiges die Augen und schüttelt den Kopf.

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