Interview
Manuela Fritschi wechselt als Gemeindeschreiberin von Aadorf nach Sirnach: «Ich brauchte einen Moment»

Nach drei Wechseln innert fünf Jahren auf dem Posten des Gemeindeschreibers und Verwaltungsleiters musste die Gemeinde Sirnach den Job erneut ausschreiben. Aus zahlreichen Bewerbungen entschied sich der Gemeinderat nun für die Aadorfer Gemeindeschreiberin Manuela Fritschi.

Olaf Kühne
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Manuela Fritschi ist seit sechs Jahren Gemeindeschreiberin von Aadorf. Anfangs 2021 wechselt die Eschlikerin nach Sirnach.

Manuela Fritschi ist seit sechs Jahren Gemeindeschreiberin von Aadorf. Anfangs 2021 wechselt die Eschlikerin nach Sirnach.



(Bild: Hanspeter Schiess)

Nachdem in Sirnach in den vergangenen fünf Jahren drei verschiedene Gemeindeschreiber wirkten und die letzten Stelleninhaberin, Beatrix Kesselring, nach nicht einmal zwei Jahren das Handtuch geworfen hat, wagt sich nun die Aadorfer Gemeindeschreiberin Manuela Fritschi an die Aufgabe. In Sirnach wird sie zudem Verwaltungsleiterin.

Frau Fritschi, Glückwunsch zum neuen Job!

Manuela Fritschi: (lacht) Danke!

Haben Sie sich ihre Bewerbung gut überlegt?

Sie sprechen die Wechsel auf dieser Stelle in der jüngeren Vergangenheit an. Die habe ich als Eschlikerin und als Aadorfer Gemeindeschreiberin natürlich mitverfolgt. Ich brauchte deshalb auch einen Moment und habe mir meine Bewerbung sehr gut überlegt.

Was hat letztlich den Ausschlag gegeben?

Ich habe schon vor meiner Bewerbung einige Gespräche geführt. Danach ist die Vorstellungsrunde mit dem Sirnacher Gemeinderat sehr positiv verlaufen. Ich habe gespürt, dass die Behörde reflektiert mit der Situation umgeht, dabei aber niemanden an den Pranger stellt. Schliesslich habe ich auch die Geschäftsleitung, welche ich künftig führen werde, kennen gelernt und dabei viel gegenseitigen Respekt erfahren, auf dem man Vertrauen aufbauen kann. Und nicht zuletzt reizt mich Sirnach.

Obwohl Aadorf die grössere Gemeinde ist?

Aadorf ist zwar grösser, aber durch seine Lage am Rande des Hinterthurgaus mehr so eine Art gern gesehener Gast im Bezirk. Sirnach hingegen hat, obwohl nicht Bezirkshauptort, eine spannende Zentrumsfunktion. Wenn dann noch Wil West realisiert wird, wird diese noch an Dynamik zulegen.

Ihre neue Stelle treten Sie am 1. Januar 2021 an. Was passiert bis dahin noch?

Der Sirnacher Gemeinderat hat zur Analyse der heutigen Situation ein externes Gutachten in Auftrag gegeben. Wenn dessen Ergebnis Handlungsbedarf aufzeigt, werde ich auch schon vor meinem Stellenantritt in die Umsetzung mit einbezogen. Ansonsten freue ich mich einfach auf die neue Herausforderung.