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Die Uesslingerin Cornelia Büchi sagt: «Ich bin quasi die böse Sprengkandidatin»

Rund 50 Interessierte waren am Montagabend am Infoanlass anwesend von Cornelia Büchi, die gegen die amtierende Uesslinger Gemeindepräsidentin Elisabeth Engel antritt.
Mathias Frei
Am Apéro nach dem Infoanlass: Präsidiumskandidatin Cornelia Büchi im Gespräch mit Interessierten. (Bild: Mathias Frei)

Am Apéro nach dem Infoanlass: Präsidiumskandidatin Cornelia Büchi im Gespräch mit Interessierten. (Bild: Mathias Frei)

Elisabeth Engel fehlt. Das macht es für Cornelia Büchi paradoxerweise nicht einfacher. Irgendwann an diesem Montagabend im Säli des Uesslinger Kirchgemeindehauses fragt einer, was sich denn ändern würde, worin sich Engel und Büchi unterschieden. Elisabeth Engel ist amtierende Uesslinger Gemeindepräsidentin und will es nochmals wissen. Cornelia Büchi ist Engels Kontrahentin um das Gemeindepräsidium für die kommende Legislatur 2019 bis 2023. Zehn Jahre arbeiteten Engel und Büchi im Gemeinderat zusammen, Büchi war Gemeinderätin und für die Energieversorgung zuständig.

Cornelia Büchi schüttelt an diesem Abend viele Hände. Gegen 50 Interessierte finden sich zu ihrem Infoanlass ein. Kurz vor Beginn meint in der zweiten Stuhlreihe einer zum anderen:

«Jetzt losed mer mol.»

Mal hören, was Büchi erzählt. Und sie weiss einiges zu erzählen. Das macht sie durchaus empathisch und auch persönlich gefärbt. Aber eben: Elisabeth Engel fehlt. «Ich kann nicht für sie sprechen», antwortet Büchi auf die Frage, was sich ändern würde. Engel mache ja offenbar keinen Wahlkampf, meint im Publikum einer. «Ich bin quasi die böse Sprengkandidatin», sagt Büchi ironisch.

Bekannte ermunterten sie

Büchi weiss ein stattliches Unterstützungskomitee hinter sich. Das ist ein Grund, warum sie Engel herausfordert. Als die amtierende Gemeindepräsidentin in der TZ ihre erneute Kandidatur bekannt gab, sei für sie das Thema eigentlich erledigt gewesen – obwohl sie Interesse am Amt gehabt hätte, sagt Büchi. «Aber gegen die amtierende Gemeindepräsidentin wollte ich nicht antreten.» Eigentlich. Doch dann kamen Bekannte auf sie zu, ermunterten sie, organisierten das Unterstützungskomitee.

«Es war kein einfacher Entscheid für mich.»

Büchi hat einen durchaus gut gefüllten Rücksack. Sie erzählt von ihrer Familie, von sich als alleinerziehende Mutter. Sie arbeitet im Energiebereich, leitet Verkauf und Marketing einer Firma. Zuletzt hat sie die Ausbildung zur Verwaltungsökonomin Thurgau erfolgreich abgeschlossen. Sie ist SVP-lerin, präsidiert die Weiterbildungskommission der SVP Thurgau. Den Zürcher Dialekt bekomme sie wohl nicht mehr weg, entschuldigt sie sich und erzählt von ihrem Leben, in dem es nicht immer nach Wunsch gelaufen sei.

Raumplanerischer Auftrag für den Kiesabbau

Inhaltlich interessant wird es bei der Fragerunde. Büchi mit Jahrgang 1960 würde das Amt sicher zwei Legislaturen lang ausüben. Auf die Frage, wie sie zum Kiesabbau bei Hinterhorben steht, sagt sie:

«Ich kann nicht sagen, dass ich dagegen bin.»

Im Übrigen sei es durch den Richtplan ein raumplanerischer Auftrag, für den Kiesabbau einzuzonen. Es sei ja auch finanziell interessant. Wichtig sei aber, dass ein solches Projekt auch umweltverträglich sei. Die Umwelt liegt Büchi am Herzen, nicht nur energiepolitisch. Das betont sie.

Elisabeth Engel hat derzeit ein 60-Prozent-Pensum, wovon 40 Prozent das Präsidium betreffen. «60 Prozent ist ein blöde Zahl, zu wenig zum Leben, zu viel für einen normalen Job», sagt Büchi. Natürlich würde sie sich aber damit arrangieren. Zur Diskussion würde stehen, dass sie bei ihrem jetzigen Arbeitgeber 20 Prozent im Marketing arbeitet. Thema sind auch die Stellenprozente auf der Gemeindeverwaltung. Verschiedene Votanten finden, dass es auch mit weniger Personal ginge. «Das braucht eine Analyse», entgegnet Büchi, dazu könne sie jetzt nichts sagen. Und zum Schluss geht es noch um die Bechtelisgemeinde, an der die Wahl stattfindet. «Diese Tradition abzuschaffen, wäre das Letzte, was ich will.» Aber die Behördenwahlen gehörten für sie an eine Urnenabstimmung.

«Diese Tradition abzuschaffen, wäre das Letzte, was ich will.»

Aber die Behördenwahlen gehörten für sie an eine Urnenabstimmung.

Uesslinger Behörden-Gesamterneuerungswahlen an der Bechtelisgemeinde von Montag, 21. Januar 2019, 9 Uhr, Turnhalle

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