Hüttlinger Schulpräsident kündigt für 2021 seinen Rücktritt an

Samuel Kern wird nach Frauenfeld umziehen, deshalb wird er sein Amt als Hüttlinger Schulpräsident abgeben. An der Schulgemeindeversammlung haben die Stimmbürger einen Gewinn aus der Rechnung und ein Budget mit Verlust gutgeheissen.

Andreas Taverner
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Hüttlingens Schulpräsident Samuel Kern an der Schulgemeindeversammlung.

Hüttlingens Schulpräsident Samuel Kern an der Schulgemeindeversammlung.

(Bild: Andreas Taverner)

Erst kurz vor Schluss der Schulgemeindeversammlung lässt Schulpräsident Samuel Kern die Katze aus dem Sack. Er teilt den Anwesenden mit, dass er nach Frauenfeld umzieht. «Ich werde mein Amt bis 2021 zu Ende führen», erklärt er.

24 der 595 Hüttlinger Schulbürger haben am Montagabend den Weg in die Turnhalle gefunden. Bei Versammlungen vor Corona war die Beteiligung doppelt so hoch. Wie zu Beginn das Protokoll werden auch alle anderen Geschäfte in knapp 45 Minuten einstimmig gutgeheissen. Gleich verhält es sich mit der Wahl von Manuela Cortesi als neuer Rechnungsrevisorin.

Höherer Gewinn als budgetiert

Erfreuliche Zahlen kann Schulpflegerin Tina Baumgartner verkünden. Bei einem Ertrag von gut 1,3 Millionen Franken resultiert in der Rechnung 2019 ein Gewinn von rund 44'000 Franken. Budgetiert gewesen war zwar ein Gewinn, aber nur über 8800 Franken. Das sehr gute Resultat wurde laut Baumgartner von verschiedenen Faktoren positiv beeinflusst. Einerseits gingen aus früheren Jahren deutlich höhere Steuern ein, andererseits lagen die Fiskaleinnahmen aus dem aktuellen Jahr über Budget.

«Eigentlich müsste über dem Budget 2020 ein grosser Kleber ‹Corona› prangen», bemerkt Michael Ackerknecht, Vizepräsident der Schulgemeinde, als der Voranschlag für das laufende Jahr vorgestellt wird. Fast 77'000 Franken Verlust sieht das Budget nämlich vor. Dies bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 68 Prozent. So wird erwartet, dass bei den Posten Steuern und Finanzausgleich 57'000 Franken fehlen werden.

«Wir kamen uns näher, obwohl wir auf Distanz waren», fasst Kern die gesammelten Erfahrungen während des Fernunterrichtes zusammen. Und: Das 30-Jahr-Jubiläum des Primarschulhauses wird auf 2021 verschoben.

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Für das laufende Jahr rechnet die Schulgemeinde mit einem Gewinn von knapp 9000 Franken. Die Folgejahre könnten aber finanziell weniger rosig werden. Bis 2022 ist eine Erhöhung des Steuerfusses um bis zu fünf Prozentpunkte möglich.
Andreas Taverner