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Hüllenloses Einkaufen: In Frauenfeld soll ein Laden eröffnet werden, der unverpackte Lebensmittel verkauft

Eine vierköpfige Projektgruppe sagt Plastik den Kampf an: Sie will in Frauenfeld unverpackte Lebensmittel verkaufen. Einen ersten Test gab es bereits am Wochenmarkt. Dort ist die Idee gut angekommen.
Rahel Haag
Corina Pleisch, Eliane Hirschi und Marion Lieberherr mit unverpackten Trockenprodukten. (Bild: Andrea Stalder)

Corina Pleisch, Eliane Hirschi und Marion Lieberherr mit unverpackten Trockenprodukten. (Bild: Andrea Stalder)

Es sei eine andere Art, einzukaufen. «Man fährt automatisch runter», sagt Corina Pleisch. Vielleicht, weil der Kontakt zu den Produkten direkter sei. «Man sieht sie, riecht sie und nimmt sie dadurch anders wahr.» Seit rund anderthalb Jahren betreibt die 37-Jährige in Hüttwilen ihr eigenes Lädeli mit unverpackten Produkten. Hier kommen die Kunden mit eigenen Gefässen, beispielsweise Einmachgläsern vorbei, und füllen die Menge eines Produkts ab, die sie benötigen.

Dasselbe Angebot wünschen sich Eliane Hirschi und Marion Lieberherr für Frauenfeld. «Wir sprechen bereits seit zwei Jahren davon», sagt Hirschi. Anfang Jahr nahmen sie das Projekt in Angriff. Hierfür spannen sie abgesehen von Pleisch auch mit Roman Högger zusammen.

Erste Auftritte am Wochenmarkt

«Wir haben alle dieselbe Philosophie», sagt Lieberherr. Ihr Ziel sei es, nicht nur die Verpackung zu sparen, sondern auch nachhaltig, fair und regional produzierte Produkte zu fördern. Um herauszufinden, ob das Bedürfnis nach einem Lädeli mit unverpackten Lebensmitteln im Angebot grösseren Anklang findet, mieteten die vier an drei Samstagvormittagen einen Stand am Frauenfelder Wochenmarkt. Dort verkauften sie Produkte von Pleisch und führten gleichzeitig eine Umfrage durch. Lieberherr sagt:

«Die Ergebnisse haben uns darin bestärkt, dranzubleiben.»

Die Rückmeldungen der Marktbesucher hätten unter anderem ergeben, dass ein «Unverpackt-Lädeli» in Frauenfeld zentral gelegen sein müsste. Zudem habe sich gezeigt, dass Gemüse und Käse zwar eher am Markt gekauft würden, dafür aber ein Bedürfnis nach unverpackten Trockenprodukten wie Mehl, Nüssen und Getreide bestehe. Ihnen sei bewusst, dass sie sich nach wie vor in einer Blase bewegen würden. Doch Pleisch sagt: «Gleichzeitig sind Marktbesucher unsere Zielgruppe.»

Der Laden soll in einem Café eröffnet werden

Ein geeignetes Ladenlokal in Frauenfeld zu finden, ist allerdings nicht ganz einfach. «Zudem ist es finanziell schwierig», sagt Lieberherr. So sei ihnen die Idee gekommen, das Projekt in Form eines Co-Business aufzuziehen. Konkret: Die Projektgruppe will sich die Ladenfläche mit einem Café teilen. Ein mögliches Lokal hätten sie bereits in Aussicht. «Aktuell führen wir noch Gespräche», sagt Lieberherr. Spruchreif sei daher noch nichts.

«Auch wenn es mit diesem Lokal nicht klappen sollte, geben wir nicht auf.»

Die 31-Jährige ist überzeugt, dass jetzt die Zeit sei, dieses Projekt umzusetzen. «Das Thema ist in aller Munde», sagt sie, «und unserer Ansicht nach braucht Frauenfeld ein solches Angebot.»

Hinweis: Am kommenden Samstag, 7.September betreibt die Projektgruppe von 7 bis 12Uhr letztmals einen Stand am Frauenfelder Wochenmarkt. Weitere Infos zum Projekt unter: www.gnussvoll.ch/site/frauenfeld

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