Homburg: Schule und Gemeinde spannen mehr zusammen 

In Homburg steht das Zusammenrücken von politischer Gemeinde und Primarschulgemeinde im Zentrum.

Manuela Olgiati
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Drohnenbild der Gemeindeverwaltung Homburg.

Drohnenbild der Gemeindeverwaltung Homburg.  

(Bild: Andrea Stalder)

Seit September 2018 beschäftigt sich eine paritätische Arbeitsgruppe mit der Frage, ob die Aufgaben der Primarschule künftig der politischen Gemeinde übertragen werden sollen und Homburg zu einer Einheitsgemeinde werden soll. Unter Beizug von Schulberater Kurt Zwicker wurden die Vor- und Nachteile einer Integration der Schule in die Gemeinde erörtert.

Schulpräsident Daniel Bühr

Schulpräsident Daniel Bühr

(Bild: PD)

Am Donnerstagabend sind 130 Schulbürger der Primarschulgemeinde Homburg in der Mehrzweckhalle Hörhausen anwesend. Die beiden Co-Leiter, Schulpräsident Daniel Bühr und Gemeinderat Franz Zaugg, informieren über die Ergebnisse. Die Schule und die Gemeinde funktionieren autonom. Grundsätzlich befürwortet die politische Gemeinde einen Zusammenschluss zu einer Einheitsgemeinde, sagt Zaugg. Der Zeitpunkt dafür sei aber nicht reif und es wäre ein «Chrampf».

Ein Votant fragt nach den finanziellen Ressourcen. Wie die beiden Co-Leiter erklären, geht es nicht um Vorteile in den Finanzen. Für rund 30000 Franken gäbe es ein Sparpotenzial bei Versicherungen und Liegenschaften. Für Zaugg zählen mehr die Vorteile wie die Planung, der Unterhalt und ein abgestimmtes Budget.

Pius Büsser, Initiant der IG Einheitsgemeinde, setzt sich in seinem Statement für die Vorteile einer Einheitsgemeinde ein. Dagegen argumentiert seit Beginn der Initialzündung im 2017 Schulpräsident Daniel Bühr:

«Vor der Bildung einer Einheitsgemeinde, wäre erst ein Zusammenschluss zu einer Volksschulgemeinde Thema.»

Mehr aber gehe es um die Stärkung des Schulstandortes. Zaugg spricht von geführten Interviews und Besuchen in bestehenden Einheitsgemeinden. Der Gemeinderat und die Schule Homburg unterstützen eine Kooperation beider Behörden.

Koordination im Fokus

Der Antrag lautete in einem ersten Punkt, dass die Arbeitsgruppe Einheitsgemeinde ihre Arbeiten zur Übertragung der Aufgaben der Schulgemeinde auf die politische Gemeinde beendet. Im zweiten Punkt wird damit deutlich, dass eine Arbeitsgruppe zur Stärkung der Koordination beider Behörden von Schule und Gemeinde gebildet wird. Die Schulbürger sagten mit 101 Stimmen Ja, dagegen stimmen 24 Nein und fünf Enthaltungen. An der separaten Abstimmung der politischen Gemeinde Homburg stimmen 92 für Ja und 24 Stimmbürger für Nein.

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