Homburg rechnet mit deutlichem Minus

Die Politische Gemeinde rechnet fürs kommende Jahr mit einem Verlust von über einer Viertelmillion. Sie kann das aber dank einer guten Kapitalisierung verkraften.

Evi Biedermann
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Thomas Wiget, Gemeindepräsident von Homburg. (Bild: Evi Biedermann)

Thomas Wiget, Gemeindepräsident von Homburg. (Bild: Evi Biedermann)

Es hätte noch arger kommen können. Die ursprüngliche Budgetierung habe für das kommende Jahr ein Minus von gegen eine halbe Million Franken ergeben, steht in der Botschaft zur Budgetversammlung. Nach Kürzungen oder gar Eliminierung einzelner Positionen reduziert sich der budgetierte Verlust nun auf 282'747 Franken.

Die Berechnung basiert auf gleichbleibendem, letztmals 2017 reduziertem Steuerfuss. «Eine weitere Senkung wäre vermessen», sagte Gemeindeammann Thomas Wiget am Donnerstagabend. Die Gemeinde hat seit 2010 den Steuerfuss sechs Mal reduziert, von damals 80 auf aktuell 55 Prozent. Dank guter Kapitalisierung bestehe aber auch kein Grund, den Steuerfuss nun wieder anzuheben, fuhr Wiget fort.

«Mit einem Nettovermögen von über vier Millionen Franken können wir das gut verkraften.»

Ob der budgetierte Misserfolg dann tatsächlich eintrete, werde sich zeigen. Die 62 anwesenden Stimmbürger genehmigten Budget und Steuerfuss einstimmig. Dem Aufwand von rund 3,96 Millionen Franken steht ein Ertrag von rund 3,68 Millionen Franken gegenüber. Bei der allgemeinen Verwaltung sind Kosten für die Software-Anpassung an die kantonale Steuerverwaltung, ein Projekt zur Einführung einer elektronischen Geschäftsverwaltung und die Umgestaltung des Schalterbereichs der Gemeindekanzlei budgetiert.

30 Stellenprozente für Versäumnisse

Wie Thomas Wiget erklärte, werden für die Bewirtschaftung ausstehender Krankenkassenprämien 30 Stellenprozente benötigt. Da diese Arbeiten in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Müllheim erledigt werden, beträgt der hälftige Kostenanteil für Homburg 15'000 Franken. Für das Projekt «Wohnen im Alter» sind 50'000 Franken budgetiert.

Der Gemeinderat hat entschieden, statt auf genossenschaftlicher Basis das Projekt mit einer nicht gewinnorientierter Organisation anzupacken. Dafür seien nun zwei Planungsbüros beauftragt worden. Man gehe neu eher von 15 statt 12 Einheiten aus. «Das kommt günstiger.» Das Mehr sei möglich, weil im neuen Baureglement die Ausnützungsziffer wegfalle. Konkrete Vorschläge, hofft Wiget, werden in rund einem Jahr präsentiert.

Bei den Finanzen trübt der Finanz- und Lastenausgleich den Erfolg. Zwar werden etwa fünf Prozent mehr Steuereinnahmen erwartet, doch als Folge des seit 2018 geltenden Steuerfusses von 55 Prozent fällt der kantonale Beitrag nach langjährigem Maximalbezug erstmals seit der Gemeindefusion 1999 deutlich geringer aus. Auf der Rechnung 2017 figuriert dieser Posten noch mit 353'510 Franken, budgetiert sind nun noch 240'000.