HOMBURG
Gemeinde kürt das Siegerprojekt für das Projekt «Wohnen im Alter» in Hörhausen, dessen Kosten bis zur Budgetgemeinde im November bekannt sein dürften

Der Sieger fürs Projekt «Wohnen im Alter» in Hörhausen steht fest. Alle drei in der Präqualifikation jurierten Vorschläge sind jetzt im Gemeindehaus Homburg ausgestellt. Über den Projektierungskredit entscheiden die Stimmberechtigten voraussichtlich im April.

Samuel Koch
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Die Visualisierung zeigt den zum Strassenniveau hin leicht abgesenkten Platz zwischen Neben- und Hauptgebäude, der als Innenhof Begegnungen ermöglicht.

Die Visualisierung zeigt den zum Strassenniveau hin leicht abgesenkten Platz zwischen Neben- und Hauptgebäude, der als Innenhof Begegnungen ermöglicht.

Bild: PD/Häberlin Architekten AG

«Homburg ist so frei – ‹N’hochdrei›.» So beginnt eine Wasserstandsmeldung vom Seerücken, mit der die Gemeinde Homburg eine weitere Etappe auf dem Weg zum Projekt «Wohnen im Alter» abschliessen kann. «N’hochdrei» heisst das Siegerprojekt, das eine Jury mit drei Fachleuten und zwei Gemeinderäten nun gekürt hat. Gemeindepräsident Thomas Wiget teilt mit:

«Die durchs Band hohe Qualität der eingereichten Arbeiten hat es der Jury alles andere als erleichtert, das für Homburger Erfordernisse und Verhältnisse optimale Projekt auszuwählen.»
Thomas Wiget, Gemeindepräsident Homburg.

Thomas Wiget, Gemeindepräsident Homburg.

Bild: Nana Do Carmo

Schliesslich hat aber das Projekt der Häberlin Architekten AG in Müllheim das Rennen gemacht.

Der Jurybericht würdigt beim Siegerprojekt «die klare Struktur und den äusserst kompakten Grundriss» des Projektes, womit auf der gemeindeeigenen Parzelle an der Kreuzung Haupt-/Unterdorfstrasse in Hörhausen ein Alterswohnhaus mit insgesamt zwölf Wohnungen entstehen soll. Die auf den ersten Blick reihenhausartige Anordnung der Wohneinheiten überrasche mit ausgeklügeltem, multifunktionalem Layout. Es scheine, als sei jeder Quadratzentimeter des Fussabdrucks bestens ausgenutzt. «Sowohl dieser Umstand als auch die sehr sensible Ausgestaltung des gesamten Projektes zeugen von hohem Gestaltungswillen und grosser Freude an der Arbeit», heisst es im Jurybericht weiter.

Blick aufs Wohngebäude von der Hauptstrasse her.

Blick aufs Wohngebäude von der Hauptstrasse her.

Bild: PD/Häberlin Architekten AG

Die vom Gemeinderat gebildete Baukommission ist jetzt damit beschäftigt, den Stimmberechtigten einen Projektierungskredit zu unterbreiten. Dieser soll womöglich an der Rechnungsgemeindeversammlung im April zur Abstimmung gelangen. «Und bis zur Budgetgemeinde im November müssten dann auch die Gesamtkosten des Vorhabens so weit bekannt sein, dass die Bevölkerung über die eigentliche Realisierung dieses Generationenvorhabens befinden kann», meint Wiget.

So richtig ins Rollen gekommen ist das Projekt «Wohnen im Alter» im Jahr 2016, als die Gemeindeversammlung den Landerwerb der 1659 Quadratmeter grossen Parzelle für 750'000 Franken genehmigte.

Zwölf Wohnungen, Tiefgarage und Nebenbau

Die zwölf Wohnungen in unterschiedlichen Grössen und in Leichtbau fabrizierten Innenwänden befinden sich in einem dreigeschossigen Gebäude, wovon die Untergeschosse in Massivbauweise und die Obergeschosse in einer hölzernen Skelettstruktur vorgesehen sind. Nebst zwölf Hobbyräumen im Dachgeschoss sind in einer Tiefgarage 32 Parkplätze geplant.

Modellansicht von Osten her.

Modellansicht von Osten her.

Bild: PD/Häberlin Architekten AG

Daneben sieht das Projekt einen eingeschossigen Nebenbau mit Gemeinschaftsraum, Gästezimmer und Ateliers vor. «Beide Gebäude bilden einen als Begegnungszone angedachten, vom Strassenniveau her leicht abgesenkten Innenhof», heisst es weiter. Energetisch soll die Überbauung an den bereits bestehenden, mit Holzschnitzeln befeuerten Wärmeverbund angeschlossen werden. Wiget sagt:

«Das spart Platz und ist energetisch sinnig.»

Bevor die Homburger Stimmberechtigten über Projektierungs- oder Realisierungskredite abstimmen, können sie die drei für die Präqualifikation eingereichten Architekturprojekte beäugen. Ab Dienstag, 2. März, bis Freitag, 13. März, können sie im Gemeinschaftsraum des Gemeindehauses in Homburg während der Öffnungszeiten der Verwaltung besichtigt werden.