Hohe Ausstände an Steuern in der Gemeinde Homburg

Die Gemeinde Homburg schliesst das Jahr 2018 mit einem Überschuss von gut 260'000 Franken. Weniger gut findet der Gemeindepräsident die anderthalb Millionen Franken noch nicht bezahlte Steuern.

Manuela Olgiati
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Gemeindepräsident Thomas Wiget (stehend) an der Rechnungsversammlung vom Mittwoch. (Bild: Manuela Olgiati)

Gemeindepräsident Thomas Wiget (stehend) an der Rechnungsversammlung vom Mittwoch. (Bild: Manuela Olgiati)

Eine Neuheit in der Gemeinde Homburg – konkret in Unterhör­stetten – stösst auf Interesse: Einwohner brachten das Anliegen am Neujahrsapéro vor. Der Gemeinderat setzt es nun um. Eine sogenannte Mitfahrbank und eine Tafel sollen noch vor den Sommerferien bei der Postauto-Haltestelle an der Müllheimerstrasse installiert werden.
Die Idee dahinter ist, dass freiwillige Mitfahrmöglichkeiten genutzt werden könnten.

Dies gab Gemeindepräsident Thomas Wiget an der Rechnungsversammlung am Mittwochabend in der Mehrzweckhalle Unterhör­stetten bekannt. Die Versammlung stand im Zeichen der Finanzen und verlief in ruhigen Bahnen.

Die Politische Gemeinde Homburg erzielt in der Jahresrechnung einen Gewinn von 264'149 Franken. Gemeindepräsident Wiget präsentierte die Finanzlage der Politischen Gemeinde Homburg, die seit Jahren mit einem Plus abschliesst. Das Eigenkapital nimmt stetig zu. Trotz aller guten Prognosen werde vorsichtig kalkuliert, spielt Wiget auf mögliche unvorhergesehene Ausgaben an.

Mehr Steuern und mehr Finanzausgleich

Die grössten Abweichungen in der Jahresrechnung 2018 zum Budget sind mit Steuereinnahmen früherer Jahre und einer höheren Finanzausgleichszahlung begründet. Höhere Ausgaben waren bei den Gesundheitskosten nötig. Bei Ausgaben von 3,776 Millionen Franken und Einnahmen von 4 Millionen Franken resultierte dann der Gewinn von 264'149 Franken. Konrad Häberlin von der Geschäftsprüfungskommission machte deutlich, dass noch mit einer weiteren Senkung des Steuerfusses und Investitionen ein Defizit durchaus verkraftbar wäre.

Wiget kam auf die hohen Steuerrückstände der vergangenen Jahre zu sprechen. Diese sind mit 1,5 Millionen Franken beziffert. Vor wenigen Jahren waren es noch fast 2 Millionen Franken. Wiget sagte:

«Nicht alle Steuerzahler kommen ihren Verpflichtungen nach.»

Die Jahresrechnung genehmigten die 59 Stimmberechtigten einstimmig und diskussionslos. Der Gewinn wird dem Eigenkapital zugeführt, das sich somit auf 7,4 Millionen Franken erhöht.

«Mit Reservationen für Alterswohnungen in der Gemeinde Homburg muss noch zugewartet werden», sagt der Gemeindepräsident. Für eine detaillierte Planung des laufenden Projektes «Wohnen im Alter» sei wegen juristischer Abklärungen zum Vergaberecht ein langer Atem nötig. Ein detailliertes Projekt soll den Stimmbürgern zu einem späteren Zeitpunkt präsentiert werden, stellte er in Aussicht.
Unter Varia würdigte der Präsident die engagierte Mitarbeit der langjährigen Urnenoffizianten Maja Hug und Heinz Leutenegger.