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HÖRHAUSEN: Los geht’s

Wegen steigender Schülerzahlen investiert die Schulgemeinde 3,44 Millionen Franken in einen zusätzlichen Schulpavillon. Dank des Siegerprojekts «Aramis» verdoppelt sich das Raumangebot.
Salome Preiswerk Guhl
Die Kinder legen beim Spatenstich des neuen Pavillons gleich selber Hand an. (Bild: Salome Preiswerk Guhl)

Die Kinder legen beim Spatenstich des neuen Pavillons gleich selber Hand an. (Bild: Salome Preiswerk Guhl)

Salome Preiswerk Guhl

frauenfeld

@thurgauerzeitung.ch

Ausgerüstet mit Helmen und Schaufeln schreiten sie zur Tat. Rund 70 Kinder haben am Dienstag beim Spatenstich für den Ersatz- und Erweiterungsbau Pavillon in Hörhausen mitgeholfen, die ersten Erdbrocken zu beseitigen. Auch Gaby Herzog, Präsidentin der Schulgemeinde Homburg, legte selber Hand an. Für sie ist der Baubeginn des 3,44-Millionen-Franken-Projekts für einen «schönen und zeitgemässen Schulraum» ein Meilenstein. «Im Vorfeld gab es viele kritische Stimmen», sagt sie. «An der ausserordentlichen Schulgemeindeversammlung im September bekamen wir schliesslich grünes Licht», zeigt sich Herzog erleichtert.

Seit 2015 weist die Primarschulgemeinde Homburg ein ausserordentliches Wachstum der Schülerzahlen auf. Von 2013 bis 2020 werden die Schülerzahlen voraussichtlich von 120 auf 167 Schüler anwachsen. Deshalb geht die Behörde sogar von Zahlen bis zu 200 Kindern aus. Bereits im Sommer 2016 musste mit Containern zusätzlicher Schulraum für eine Unterstufenklasse geschaffen werden. Dieses Provisorium steht auf dem Sportplatz und ist auf drei bis fünf Jahre befristet. Per Sommer 2019 zeigt die Geburtenstatistik Schülerzahlen an, die eine zusätzliche Klasse notwendig macht, ansonsten würden die Schülerzahlen bis 37 Kinder pro Abteilung erreichen, was weit über dem Richtwert von maximal 24 Kindern pro Regelklasse liegt und einen nachhaltigen guten Schulbetrieb verunmöglichen würde.

Die wachsenden Schülerzahlen bewog die Behörde dazu, verschiedene Varianten und bauliche Möglichkeiten zu prüfen. Schliesslich wurde ein Ersatz- und Erweiterungsbau für den aus dem Jahr 1964 stammenden Pavillon in Hörhausen in Betracht gezogen. Das über 50-jährige Gebäude weist ein schlechtes Raumklima und eine dürftige Bausubstanz auf. Die Infrastruktur ist überaltert.

Lobende Worte des Kantonsbaumeisters

Aus dem Architekturwettbewerb ging das schlichte und doch raffinierte Projekt «Aramis» des Büros Bischoff Kopp in Weinfelden hervor, das sich in der Umgebung einordnet. Durch die Situation am Hang wurde ein kompaktes Splittlevel-Gebäude mit abgeknicktem Satteldach in Holzbauweise gewählt. Das Raumangebot wird den schulischen Bedürfnissen entsprechend verdoppelt. Das neue Schulhaus entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Minergiestandards und beinhaltet vier gleichwertige, helle Unterrichtsräume sowie einen Schutzraum für 100 Personen. Die Jury mit erfahrenen SIA-Architekten und dem Kantonsbaumeister Erol Doguoglu als Fachpreisrichter begründete ihren Entscheid wie folgt: «Das Projekt weist im Vergleich unterdurchschnittliche Erstellungskosten aus, was in Anbetracht der ökonomischen Grundrisse und der kompakten Gebäudehülle nicht überrascht.» «Aramis» sei eine hervorragende Antwort auf die gestellte Aufgabe, «eine intelligente, unprätentiöse Architektur für einen schönen Ort und eine sympathische Schule.»

Eine grosse Herausforderung besteht nun darin, dass der Neubau den laufenden Schulbetrieb nur am Rande beeinträchtigt und die Schulwegsicherheit gewährleistet ist. «Ziel ist, dass der Bau auf das Schuljahr 2019 bezugsbereit ist», sagt Gaby Herzog. Mit dem Erneuerungs- und Erweiterungsbau Pavillon liege im richtigen Moment ein attraktives Bauprojekt vor, das den bereits bestehenden und den künftigen neuen Raumbedarf der Schule für 160 bis 200 Schüler erfüllen kann. «Der Bau ist finanzierbar und sichert eine optimale Weiterentwicklung unserer modernen und selbstbewussten Landschule», ergänzt sie. «Dies zum Wohle unserer Kinder und damit dem langfristigen Gedeihen unserer Gemeinde.»

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