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Hitzesommer hinterlässt im Thurgau drei Tonnen tote Fische

Die Pegel verharren auf Rekordtief. Seit Monaten hat es kaum geregnet. Noch immer gilt ein Wasserentnahmeverbot.
Silvan Meile
Das kalte Wasser vom Geisslibach wird im vergangenen Sommer in Diessenhofen mit einem Bagger rückgestaut, weil es den Äschen im Rhein lebensbedrohlich warm wird. (Bild: Andrea Stalder, 24. Juli)

Das kalte Wasser vom Geisslibach wird im vergangenen Sommer in Diessenhofen mit einem Bagger rückgestaut, weil es den Äschen im Rhein lebensbedrohlich warm wird. (Bild: Andrea Stalder, 24. Juli)

Trockener war noch kein Sommer. Und der Herbst brachte auch kaum Regen. «Derzeit weist der Boden- und Untersee die tiefsten je gemessenen Pegelstände auf und aus dem Rhein mussten rund drei Tonnen tote Fische geholt werden», schreibt der Kanton. Um weiteres Fischsterben zu verhindern, wurden 72 Kilometer Thurgauer Fliessgewässer abgefischt. Auch die Wälder litten stark unter der Hitze. Dies begünstigte die explosionsartige Vermehrung der Borkenkäfer. 35000 Kubikmeter befallenes Holz musste deshalb aus den Thurgauer Wäldern geschlagen werden. Und seit vier Monaten gilt ein Wasserentnahmeverbot für Fliessgewässer, so lange wie noch nie. Die Chronologie der Trockenheit:

  • 28. Juni: Im ganzen Kanton ist es zu trocken. Seit drei Monaten hat es kaum geregnet. Die Pegelstände in den Gewässern sind tief. Erst müssen Bäche abgefischt werden. Der Kanton setzt den Fachstab Trockenheit ein.
  • 13. Juli: Wasserentnahmeverbot! Der Regierungsrat verbietet die Entnahme von Wasser aus Flüssen und Bächen. Vom Verbot betroffen sind rund 50 Gemüsebauern, die über eine Konzession verfügen. Möglich bleiben Wasserentnahmen aus Bodensee und Rhein.
  • 27. Juli: Waldbrandgefahr. Erste Gemeinden erlassen ein Funken und Feuerwerkverbot für die Feiern zum 1. August.
  • 30. Juli: Kein Feuerwerk, kein Funken und ein generelles Grillierverbot am 1. August! Der Regierungsrat verbietet für das ganze Kantonsgebiet alles, was Funkenflug verursacht. Es ist viel zu trocken und viel zu heiss.
  • 22. August: Der Kanton hebt das totale Feuerverbot auf. Im Wald und im Umkreis von 200 Metern bleibt es aber weiterhin untersagt, Feuer zu entfachen. In Siedlungsgebieten weg vom Wald darf wieder grillierte werden.
  • 4. September: Die Waldbrandgefahr wird auf Stufe 3 (erheblich) zurückgestuft. Im Wald darf wieder Feuer entfacht werden.
  • 15. November: Der Fachstab Trockenheit löst sich auf. Weil die Pegelstände auf Rekordtief verharren, bleibt das Wasserentnahmeverbot aber bestehen. Noch immer fällt viel zu wenig Regen. Eine Veränderung dieser Grosswetterlage ist weiterhin nicht in Sicht.

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