Hinterthurgauer Christdemokraten haben eine neue Präsidentin

Sabina Peter Köstli übernimmt das Präsidium der CVP-Bezirkspartei Münchwilen. Ihr Vorgänger Paul Rutishauser verbleibt im Vorstand als Beisitzer.

Urs Nobel
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Paul Rutishauser freut sich für seine Nachfolgerin Sabina Peter Köstli.

Paul Rutishauser freut sich für seine Nachfolgerin Sabina Peter Köstli.

(Bild: Urs Nobel)

Drei Jahre wurde das Präsidium der CVP-Bezirkspartei Münchwilen durch Paul Rutishauser aus Guntershausen interimistisch geführt. An der Delegiertenversammlung vom Montag in Balterswil ist er nun zurückgetreten. Die Kantonsrätin Sabina Peter Köstli hat sich bereit erklärt, das Amt zu übernehmen. «Ich bin froh, eine kompetente Nachfolgerin gefunden zu haben, aber auch, dass unsere Interessen nun wieder im Kantonsrat mehr Gehör finden», sagte Rutishauser. Er selber strebte – gemäss den Worten seiner Nachfolgerin - trotz breitem politischen Wissen nie eine Karriere auf dem politischen Parkett an.

Rutishausers letzte geführte Delegiertenversammlung verlief reibungslos und in Minne. Grösseren Diskussionsstoff gab es aber trotzdem. In Anbetracht der aktiven JCVP stellte sich nämlich im Bereich der Abgaben seitens der Ortsparteien die Frage, ob und wie viel diese zu bezahlen hätten, um den Schwung ihres politischen Nachwuchses nicht zu stoppen. Schliesslich setzte sich eine leicht grosszügigere Regelung durch, so ganz nach dem Motto: «Unsere Jungen sind uns das wert». Rutishausers Jahresbericht war ein Rückblick auf das vergangene Wahljahr und in diesem bedauerte er, dass die CVP an den Grossratswahlen im Bezirk ein Mandat eingebüsst haben. Die JCVP sei Leidtragende dieses Proporzpechs geworden. Die Wähleranteile im Bezirk seien dafür mit 1,8 Prozent sehr erfreulich gewesen.

Schwerpunkt der Delegiertenversammlung waren die Wahlen. Der Rücktritt des Aktuars Alex Frei konnte durch die Neuwahl von Rolf Bosshard kompensiert werden. Auf Wunsch der neuen Präsidentin wurde Kilian Imhof zum Vizepräsidenten erkürt. Ansonsten verbleibt der Vorstand derselbe. Also mit Peter Bühler, Josef Gemperle, Julian Imhof, Kari Kappeler und wie schon erwähnt, auch weiterhin mit Paul Rutishauser. Von Amtes wegen gehören dem erweiterten Vorstand auch die Ortspartei-Präsidenten an.

Die Veranstaltung startete mit einem Referat zum neuen Beitragsgesetz. Martin Schläpfer, Leiter Finanzen, Amt für Volksschule Thurgau versuchte dabei, die Frage nach der Herausforderung für Schulgemeinden, zu erklären und zu beantworten. «Es handelt sich dabei um ein komplexes Thema, das in kurzer Zeit nicht so einfach zu erklären ist», dämpfte Schläpfer die zu hohen Erwartungen seiner Zuhörer vorgängig. Tatsächlich war nicht alles in seinem Referat so einfach nachzuvollziehen. Soviel aber doch: Mit dem neuen Beitragssystem stärken die finanzstärkeren Schulgemeinden die schwächeren, dies mit Einbezug von Beiträgen des Kantons. «Jede Schulgemeinde soll künftig ihre Aufwände so decken können, dass 93 Steuerprozente dafür genügen», erklärte Schläpfer unter anderem und zeigte sich überzeugt, dass es sich beim neuen Gesetz um eine Chance für alle handle.

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