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Im Rahmer der "Kulturbühne 2018" zeigten Carmen Puccio und ihr Tanztheater Divertimento in Aadorf die Produktion "zugedeckt und aufgedeckt. (Bild: Maya Heizmann)

Im Rahmer der "Kulturbühne 2018" zeigten Carmen Puccio und ihr Tanztheater Divertimento in Aadorf die Produktion "zugedeckt und aufgedeckt. (Bild: Maya Heizmann)

Hinterthurgau: Zukunft der
"Kulturbühne" ist offen

Vor einer Woche endete die "Kulturbühne 2018". 150 Kulturschaffende zeigten an 74 Veranstaltungen ihr Können. OK-Präsident Michael Sarbach zieht ein positives Fazit.
Tim Frei

Mit den zwei Konzerten "Brass & Vocals meets Movies" in Zuzwil und "Verliebt im Laufe der Zeit" in Sirnach fand die erste Kulturbühne vor einer Woche ihr Schlussbouquet. Das Organisationskomitee der Kulturbühne feierte die siebentägige Veranstaltung im Anschluss an die Darbietung der Brass Band Ostschweiz und dem "60voices-Chor" in Zuzwil. Dies zusammen mit Sponsoren, geladenen Gästen und Gemeindevertretern.

"Dabei haben wir uns noch nicht über einzelne Veranstaltungen ausgetauscht, sondern über die Kulturbühne als Ganzes", sagt OK-Präsident Michael Sarbach auf Anfrage unserer Zeitung. Er fügt an: "Der Grundtenor war äusserst positiv. Die meisten, mit denen ich redete, waren begeistert." Oft habe man ihm geantwortet, die Besucher seien auf Veranstaltungen lokaler Kulturschaffender aufmerksam gemacht worden und Künstler seien zusammengebracht worden, die sonst nicht aufeinandergetroffen wären. "Das waren genau die Ziele, die wir uns gesetzt hatten", sagt Sarbach.

"Die meisten, mit denen ich redete, waren begeistert."
Michael Sarbach,
OK-Präsident Kulturbühne 2018

Auch das Hauptziel, die Kulturregion über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinaus sichtbar zu machen, hätten sie erreicht. "Es fand ein Austausch statt: Leute aus den Dörfern besuchten Veranstaltungen in der Stadt und umgekehrt."

Hoffnungen der Organisatoren erfüllt

Michael Sarbach, OK-Präsident "Kulturbühne 2018"

Michael Sarbach, OK-Präsident "Kulturbühne 2018"

Sarbach selber ist von diesen sieben Tagen besonders hängen geblieben, dass die Besucher mit dem Booklet in der Hand von Veranstaltung zu Veranstaltung gezogen seien. "Unsere Hoffnung, dass Personen viele nahe beieinanderliegende Events besuchen würden, hat sich bestätigt." Dies würden Rückmeldungen der Gäste zeigen. "Dass sich Leute darauf eingelassen haben, sich mit Beiträgen lokaler Kulturschaffender auseinanderzusetzen, freut mich besonders."

Diese Bereitschaft hat sich offenbar auch auf den Zuschaueraufmarsch ausgewirkt. "Viele Veranstaltungen, die ich besucht habe, waren bis auf den letzten Platz voll", sagt Sarbach. Als Beispiele erwähnt er unter anderem die Eröffnungs- und Schlussveranstaltungen.

Die Lesung des ehemaligen Kampfpiloten Werner Alex Walser im Estrich des Hof zu Wil sei diesbezüglich aussergewöhnlich gewesen: "Mehr Personen als die verfügbaren 50 Plätze wollten die Lesung besuchen." Schliesslich konnte der Veranstalter dies lösen, sodass die Besucheranzahl aus feuerschutztechnischen Gründen gerade noch vertretbar war.

Genaue Besucherzahlen kann Sarbach noch nicht nennen; aus einem einfachen Grund: "Sie folgen erst nach der Feedback-Umfrage unter den Kulturschaffenden. Bei 74 Veranstaltungen liegt es auf der Hand, dass dies einige Zeit dauern wird", sagt Sarbach. Man würde den Veranstaltern mindestens zwei Wochen Zeit geben. Denn sie hätten auch nach der Kulturbühne ein gedrängtes Programm. "Wir hoffen, dass wir Ende Monat Zahlen bekanntgeben können."

"Bis jetzt sprich nichts gegen
eine zweite Auflage."
Michael Sarbach, OK-Präsident
OK-Präsident Kulturbühne 2018

Nicht nur das Besucherinteresse macht Michael Sarbach glücklich, sondern auch die laut eigenen Angaben "reibungslose Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren". Bei so vielen Programmpunkten sei es in der Regel üblich, dass es zu Reibereien komme. Doch das sei bei den zwei Initianten der Kulturbühne 2018 – Thurkultur, zu der auch sämtliche 13 Hinterthurgauer Gemeinden gehören, und der Kulturkommission der Stadt Wil –, Behörden und Veranstaltern nicht der Fall gewesen. "Alle haben an einem Strang gezogen."

Kulturschaffende haben die Hallen gefüllt

Bei diesem rundum positiven Fazit sollte eine nächste Austragung der Kulturbühne eigentlich nur eine Frage der Zeit sein. Auch Sarbach meint: "Bis jetzt spricht eigentlich nichts dagegen." Doch das OK würde die Ergebnisse der Umfragen abwarten. "Davon alleine hängt der Entscheid aber nicht ab." Auch andere Faktoren würden ins Gewicht fallen: "Findet man wieder Personen für ein OK sowie genügend Sponsoren? Tragen Thurkultur und die Stadt das Projekt erneut mit?" Letztlich mitentscheidend seien aber die Kulturschaffenden. "Sie haben mit enormem Effort und mit einer beeindruckenden Ehrenamtlichkeit die Hallen gefüllt."

Trotz all der positiven Eindrücke sieht Sarbach bereits Verbesserungspotenzial für eine allfällige zweite Ausgabe. "Es wäre wünschenswert, einzelne Veranstalter noch mehr unterstützen zu können. Da wir unser Budget fast vollständig für Initialkosten verwendet haben, wäre dies ein weiteres Argument für eine erneute Austragung." Schliesslich könnten diese Kosten dann vermieden werden.

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