Hinterthurgau
Rückblick und Ehrung der Vizepräsidentin: An der Jahresversammlung des Tageseltern-Vereins stand die Kinderbetreuung während Corona im Zentrum

Tsela Strässle-Shagkor ist nicht nur seit 15-Jahren «unentbehrliches Mitglied» im Tageseltern-Verein Hinterthurgau. Sie hat sich während der Pandemie auch als «Corona-Verantwortliche» ausgezeichnet. Für ihre langjährigen Dienste und ihren jüngsten Sondereffort wird sie vom Verein an dessen 29. Jahresversammlung geehrt.

PD
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Tsela Strässle-Shagkor wird für ihre 15-jährige Mitarbeit im Vorstand des Tageseltern-Vereins Hinterthurgau durch die Vermittlerin Daniela Bisig-Karlen geehrt.

Tsela Strässle-Shagkor wird für ihre 15-jährige Mitarbeit im Vorstand des Tageseltern-Vereins Hinterthurgau durch die Vermittlerin Daniela Bisig-Karlen geehrt.

Bild: PD

Auch die 29. Jahresversammlung, ursprünglich geplant am 31. März 2021, konnte aufgrund der Coronasituation nicht vor Ort durchgeführt werden, sondern wurde, wie schon im Jahr zuvor, schriftlich abgehalten. Das Protokoll 2020, die Rechnung mit Bilanz und Budget sowie sämtliche Jahresberichte gingen an alle Vereinsmitglieder per E-Mail und wurden ohne Gegenbericht am 25. April 2021 bewilligt.

Schwerpunkt im Jahresbericht der Präsidentin Yvonne Koller waren vor allem die Herausforderungen rund um die Umsetzung der Coronamassnahmen. Hier war der Verein sehr froh um die Hilfe von Vizepräsidentin Tsela Strässle-Shagkor, die als «Corona-Verantwortliche» die Flut an Informationen, Änderungen und Bestimmungen von den Behörden sichtete und für den Vorstand und die Mitglieder verständlich aufbereitete.

An der Tagesordnung stand denn auch die Ehrung von Strässle-Shagkor. Der Vorstand würdigte ihre 15-jährige Mitarbeit im Vorstand des Tageseltern-Vereins. Sie war bereits als Präsidentin und für die Öffentlichkeitsarbeit tätig, sprang mehrmals bei Vakanzen in die Bresche und ist nun zuständig für die Aus- und Weiterbildung sowie neu als «Corona-Verantwortliche» immer auf Trab. Sie hat den Verein massgeblich mitgeprägt und in allen Bereichen unterstützt.

Nachfrage nach Betreuung auf hohem Niveau

Von den Tageseltern wurde im 2020 viel Flexibilität abverlangt, der Verein konnte jedoch bei Betreuungsausfällen immer für alle eine Lösung finden. So entschied man sich wegen der unsicheren Finanzierungshilfe des Bundes für die Variante mit der Kurzarbeitsentschädigung. Den Tageseltern wurde entsprechend gedankt für ihre Loyalität, in dieser Zeit voller zusätzlicher Belastungen. Die Kassierin Andrea Wagner leistete einen massiven administrativen Zusatzaufwand für Kurzarbeitsanmeldungen und -abrechnungen.

Die Zusammenarbeit mit den Tagesfamilien und den abgebenden Eltern war im vergangenen Jahr natürlich weitaus intensiver, da sich die Vermittlerinnen bei jeder Familie auf unterschiedliche Betreuungssituationen einstellen mussten. Konfrontiert mit Schul- und Kita-Schliessungen sowie Homeoffice und Kurzarbeit wurde für alle Beteiligten immer nach der bestmöglichen Lösung zum Wohl der Kinder gesucht.

Da die Nachfrage nach Betreuung in Tagesfamilien auf einem hohen Niveau war und immer noch ist, hatte die Suche nach neuen Tageseltern einen grossen Stellenwert. So wurde zum Beispiel mit Hilfe eines Interviews mit einer Tagesmutter Einblick in diese wertvolle und erfüllende Tätigkeit gewährt. Eine wunderbare Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren, und dazu noch von einer professionellen Ausbildung zu profitieren. Wo genau Tageseltern gesucht werden, findet man auf der Vereins-Website www.tev-htg.ch.