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Hinterthurgau: Es sind weitere Ausgaben der «Kulturbühne» vorgesehen

Die Organisatoren Kulturwoche der Thurkultur-Gemeinden planen mit einer Wiederholung. Und zwar in einem regelmässigen Turnus. In welchem zeitlichen Rhythmus, steht allerdings noch nicht fest.
Szene aus der Produktion «zugedeckt und aufgedeckt» des Aadorfer Tanztheaters Divertimento. (Bild: Maya Heizmann, 4. Mai 2018)

Szene aus der Produktion «zugedeckt und aufgedeckt» des Aadorfer Tanztheaters Divertimento. (Bild: Maya Heizmann, 4. Mai 2018)

Vor den Pfingstferien fand in den meisten der 21 Mitgliedgemeinden von Thurkultur erstmals die «Kulturbühne» statt. Während gut einer Woche wurden die unterschiedlichsten Veranstaltungen durchgeführt. Hier ein Konzert, dort ein Theater, da eine Lesung, nebenan eine Kunstausstellung. Im einen Ort gab es eine Veranstaltung, in anderen gleich mehrere.

Kaum waren am 6. Mai die letzten Klänge verklungen, die Bühnen abgeräumt, die Ausstellungsobjekte demontiert und abgehängt, hat das Organisationskomitee die Künstler und Kulturschaffenden sowie die beteiligten Gemeinden mittels einer Online-Umfrage nach den Erfahrungen mit der «Kulturbühne 2018» befragt. Nun liegen die Resultate vor.

Mehr als 80 Prozent der Kulturschaffenden, die an der ersten «Kulturbühne» mitgemacht haben, haben an der Umfrage teilgenommen, wie das OK gestern mitteilte. «Bedenkt man, dass bei dieser Art Umfragen fünf Prozent Rücklauf die Regel sind, so lässt sich auch hier eines klar ablesen: Der Funken der Inspiration ist sowohl auf die Kulturschaffenden als auch auf die Gemeinden und Besucher übergesprungen», interpretiert das OK das numerische Resultat.

Rückmeldungen flossen in Entscheid ein

Aber auch inhaltlich erreichte das OK viele positive Stimmen: «Sehr gelungen, tolle Stimmung, hoch motivierte Teilnehmer», «Ich weiss nicht, wie wir sonst ein so tolles, buntes Fest in unserer Wohngemeinde organisiert hätten», «Die Fülle des Angebots war überwältigend, und ich finde es grossartig, dass so etwas zu Stande gekommen ist».

Michael SarbachOK-Präsident «Kulturbühne 2018»

Michael Sarbach
OK-Präsident «Kulturbühne 2018»

«Das bestärkt uns natürlich ungemein, eine weitere «Kulturbühne» ins Auge zu fassen», sagt Michael Sarbach, OK-Präsident der «Kulturbühne 2018». Und wie bei allem, was erstmals angepackt und ausgeführt wird, gebe es Verbesserungspotenzial, so Sarbach weiter. «Für uns als Initiatoren und Organisationskomitee sind die enorm vielen positiven Rückmeldungen äusserst wertvoll und richtungsweisend. Auch die Anregungen zur Verbesserung und Optimierung wie beispielsweise einer Agenda im Booklet und auf der Website oder eine Verlängerung auf zehn Tage berücksichtigen wir gerne bei einer allfällig weiteren Durchführung der ‹Kulturbühne›.»

Finanzierung als grösste Herausforderung

Für David Zimmermann, Präsident von Thurkultur, hat die «Kulturbühne »2018 aufgezeigt, welches Potenzial und welche Vielfältigkeit des kulturellen Schaffens in der Region von Thurkultur vorhanden ist. Die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann ist überzeugt, dass die vielen verschiedenen Anlässe die Menschen in der ganzen Region Wil näher zusammengebracht haben: «Die ‹Kulturbühne› hat das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.»

Ob und in welcher Frequenz weitere «Kulturbühnen» in der Region der Thurkultur veranstaltet werden, ist derzeit noch offen. Es würden jedoch erste Gespräche in diese Richtung geführt. «Aus der Sicht der Teilnehmenden laut Umfrage und des OK gerne in drei Jahren wieder», lautet eine erste Stellungnahme des OK.

Frage man bei den Gemeinden nach, so bringe es die Antwort des Aadorfer Gemeindepräsidenten Matthias Küng wohl am besten auf den Punkt: «Tolle Sache – schreit nach Wiederholung.» Recherchen dieser Zeitung zeigen, dass eine Wiederholung im Vier-Jahres-Rhythmus eine tragfähige Option wäre, noch stärker als drei Jahre. Allerdings muss auch die Finanzierung gesichert sein. Das dürfte zugleich die grösste Herausforderung für Thurkultur werden. (red)

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