Heimweh im Land der Kiwis: Thurgauer Auswanderin in SRF-Sendung «Hin und weg»

Katja Fitze aus Bischofszell ist wegen der Liebe nach Neuseeland ausgewandert.
In der SRF-Sendung «Hin und weg» gewährt sie Einblick in ihr neues Leben.

Geraldine Bohne
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Am anderen Ende der Welt: Die Bischofszellerin Katja Fitze lebt mit ihrer Familie in Neuseeland. (Bild: PD)

Am anderen Ende der Welt: Die Bischofszellerin Katja Fitze lebt mit ihrer Familie in Neuseeland. (Bild: PD)

Die Sehnsucht nach der Heimat plagt sie fast täglich. Obwohl Katja Fitze 200 Meter vom Strand entfernt wohnt und das Surfen im Meer zu ihrem Alltag gehört. Die Bischofszellerin lebt seit sechs Jahren in Neuseeland. «Es ist wunderschön hier, aber man ist so weit weg von allem», sagt die 34-Jährige wehmütig. In der SRF-Sendung «Hin und weg», welche ab Freitag ausgestrahlt wird, lässt Katja Fitze die ganze Schweiz an ihrem Leben in Neuseeland teilhaben und erzählt Moderatorin Mona Vetsch wie es zum Leben fernab gekommen ist.

Ferienflirt auf der Weltreise

Die Liebe brachte Katja Fitze ins Land der Kiwis. Vor zehn Jahren begab sie sich mit einer Kollegin auf Weltreise. Auf Sumbawa, einer Nebeninsel von Bali, lernte sie ihren heutigen Mann AJ (Aussprache: ei-jay) kenne. «Alles hat mit einem Ferienflirt begonnen.» So beschloss die damals 24-Jährige, am Ende ihrer Weltreise einen Abstecher ins Heimatland ihres Flirts zu machen. Aus den geplanten drei Wochen in Neuseeland wurden ganze fünf Monate. «Ich hätte eigentlich wieder in die Uni gehen müssen», erzählt Katja Fitze.

Aus dem Ferienflirt entstand eine Fernbeziehung. AJ besuchte sie in der Schweiz, dann flog die Schweizerin wieder nach Neuseeland. «Es war ein ständiges Hin und Her.» Schlussendlich beschloss sie, in der Schweiz zu bleiben und ihren Master an der HSG abzuschliessen. Während dieser Zeit wohnte AJ auch in der Schweiz. «Mein Plan war es eigentlich, mit ihm hier zu bleiben, aber AJ hat es nicht so gut gefallen, wie ich mir erhofft hatte», erzählt Fitze. So flog das Paar 2013 wieder zurück nach Neuseeland, wo es seither mit der gemeinsamen Tochter Naria lebt.

«Ich bin sehr viel draussen am Strand, oft auch am Surfen. Hier in Neuseeland pflegt man einen aktiven Lebensstil»

Fitze arbeitet ausserdem «ganz schweizerisch» in einer Bank als Firmenkundenberaterin. Trotz allem vermisse sie die Schweiz extrem. «Nebst meiner Familie vermisse ich die Nähe zu allem, das Brot und Rivella», sagt sie. Zudem findet sie die zu lockere Lebenseinstellung der Neuseeländer, welche nicht gerne die Zukunft planen, manchmal ein wenig frustrierend. Das könne gleichzeitig aber auch seine positiven Seiten haben. «Die Einwohner sind viel offener und lockerer. Ausserdem wird man hier nicht immer zuerst auf den beruflichen Erfolg reduziert.»

Trotzdem: Neuseeland soll in Zukunft nicht der Wohnort der kleinen Familie bleiben. Fitze hält an ihrem Plan fest: «Ich bringe das Thema, zurück in die Schweiz zu ziehen, immer wieder auf.» Ihren Mann konnte sie für einen Umzug mittlerweile überzeugen, mit der Abmachung, dass sie zuerst einen Job in der Schweiz auf sicher habe.

Hinweis
«Hin und weg» läuft jeweils freitags um 21.00 Uhr auf SRF1.

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